18.09.26 – Was die Stahlbranche wirklich bewegt

Im Nebel der Regulationen

Neue Import- und Exportregelungen, steigende Anforderungen, wachsender Kostendruck – die Edelstahlbranche befindet sich in einem der unübersichtlichsten Marktmomente seit Jahren. Was Unternehmen jetzt von ihren Lieferanten erwarten, ist dabei aber klarer denn je, erklärt Bernd Grotenburg, Geschäftsführer der Cogne Edelstahl GmbH.

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Dank der Unterwasser-Ultraschallanlage wird Cogne auch den höchsten Qualitätsanforderungen kritischer Industrien gerecht. © Cogne

 
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Nickelbasislegierungen spielen aufgrund ihrer hohen Festigkeit und ausgezeichneten Kriechbeständigkeit eine entscheidende Rolle in anspruchsvollen Branchen. © Cogne

 

„Die Lage ist komplex – das ist keine Übertreibung, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme. Wir haben dazu erst kürzlich eine Kundenbefragung durchgeführt, um besser auf die aktuellen Anforderungen unserer Kunden aus der metallverarbeitenden Industrie reagieren zu können. Das Ergebnis geht in eine klare Richtung: Egal ob Einkäufer, Fertigungsleiter oder Geschäftsführer, man spürt eine Mischung aus Anspannung und Pragmatismus. Die Ursache dafür liegt in einem Bündel regulatorischer Veränderungen, die nahezu gleichzeitig wirken: CBAM, neue Importregelungen, Safeguards, Anti-Dumping-Maßnahmen – alles Instrumente, die die Umwelt und gleichzeitig die EU-Stahlindustrie schützen sollen. Richtige und wichtige Ziele, keine Frage. Aber für viele Marktteilnehmer wie uns und unsere Kunden sind die konkreten Auswirkungen auf Kosten, Verfügbarkeiten und Wettbewerbsstrukturen noch immer nicht absehbar. Wir befinden uns, um es offen zu sagen, im Nebel.

In diesem Umfeld müssen wir als Lieferanten besonders flexibel agieren. Lieferzuverlässigkeit und Termintreue stehen für mindestens dreiviertel unserer Kunden besonders im Fokus. Wenn Importwege unsicherer werden und Kosten schwerer kalkulierbar sind, wird der verlässliche Lieferant zum strategischen Faktor. Gleichzeitig wächst der Preisdruck. Aber nicht weil Qualität weniger zählt, im Gegenteil! Parallel zum regulatorischen Druck steigen die Anforderungen an Werkstoffe und Legierungen. Viele unserer Kunden erschließen neue Anwendungsfelder, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Branchen wie die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt oder die Nukleartechnik verlangen nach Materialien, die immer komplexeren Anforderungen genügen müssen: höhere Reinheitsgrade, engere Toleranzen und kleinteiligere Nachweise und Zertifizierungen. Kurz gesagt: reproduzierbar hohe, transparente Qualität. Das ist zwar keine neue Erkenntnis, aber die Geschwindigkeit, mit der sich diese Anforderungen entwickeln, hat zugenommen.

Die eigentlich ‚einfache‘ Antwort darauf: Nähe. Nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz konkret. In unsicheren Zeiten wollen Unternehmen Ansprechpartner, die sie kennen, die schnell reagieren und die vor Ort sind, zumindest unterstreichen das auch unsere Befragungen. Kurze Wege und regionale Nähe schaffen genau jetzt vertrauen und bieten Sicherheit, wenn globale Lieferketten im Nebel verschwimmen.“

Cogne Edelstahl GmbH

Carl-Schurz-Straße 2

41460 Neuss

Tel.: +49 2131 1246-0

sales.germany@cogne.de

www.cogne.de

Über Cogne Edelstahl

Die Cogne Edelstahl GmbH ist die deutsche Vertriebsniederlassung des italienischen Edelstahl- und Nickelbasiswerkstoffherstellers Cogne Acciai Speciali S.p.a., Aosta, Italien. Cogne Edelstahl vertreibt deren Produkte im deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkten in Deutschland, Österreich und Benelux. Mit den Vertriebsniederlassungen in Neuss, Rudersberg a. d. Murr und Stuhr bei Bremen, werden die Kunden mit Edelstahllangprodukten aus der Produktion in Italien, Schweiz, Taiwan und Schweden versorgt. Ferner betreibt Cogne Edelstahl den Handel mit Stahl, Edelstahl und sonstigen Metallen, die nicht zum Produktionsportfolio der Muttergesellschaft gehören.