17.06.26 – Bilanz
Internationales Fachpublikum treibt die Castforge 26 nach vorne
Vergangene Woche präsentierten 576 Aussteller auf der Castforge Stuttgart "Schmiede"-Lösungen von der Rohteilfertigung bis hin zum finalen Bauteil.
Mit einem Ausstellerzuwachs von 18 Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung und Ausstellern aus 30 Ländern hat die Messe ihre starke internationale Ausrichtung unterstrichen und ausgebaut. Der Auslandsanteil bei den ausstellenden Unternehmen lag bei 71 Prozent und konnte sich im Vergleich zu den Vorveranstaltungen nochmals deutlich steigern, wobei der starke Kern aus Europa kommt. Auf Besucherseite lag der Auslandsanteil bei 42 Prozent, was die gewachsene internationale Reichweite der Messe hervorhebt. Insgesamt verzeichnete die Castforge 2026 ein Rekordergebnis von rund 6000 Fachbesuchern aus 45 Ländern. Damit bestätigt die Fachmesse ihre wichtige Bedeutung für den Markt und ihre Rolle als zentrale europäische Plattform für die metallverarbeitende Zulieferindustrie „Entgegen der angespannten Marktlage setzt die Castforge 2026 ein deutliches Ausrufezeichen: Sie ist die internationale Fachmesse der Branche. Hier werden neue Partnerschaften geschlossen und hier entstehen Lösungen, die weit über die Messe hinaus wirken“ sagt Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart.
Eckdaten
69 Prozent der Fachbesucher stammeten nach Messe-Angaben aus dem Bereich Einkauf und Beschaffung. Ein hoher Anteil von ihnen reiste zudem aus dem Ausland an, wobei die stärksten Zuwächse aus Südeuropa, Osteuropa und Asien verzeichnet wurden. Viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, ihre Beschaffungsstrategien neu auszurichten, zusätzliche Lieferanten zu qualifizieren und bestehende Partnerschaften zu vertiefen.
Zu den wichtigsten Branchen zählten vor allem der Maschinen- und Anlagenbau, die Antriebstechnik, der Pkw- und Nutzfahrzeugbau, der Pumpen- und Verdichtungsbau sowie der Motorenbau. Die konsequente Fokussierung auf Guss- und Schmiedeteile mit Bearbeitung wurde von Ausstellern und den Gästen gleichermaßen positiv bewertet. Der spezialisierte Zuschnitt der Messe sorgt für kurze Wege, direkte Gespräche und eine hohe Dichte an Kontakten. Für Einkäufer, Entwickler und technische Entscheider bot die Castforge damit einen kompakten Überblick über aktuelle Lösungen.
Orientierung
Die globalen Lieferketten stehen weiterhin unter Druck: volatile Rohstoffpreise, gestörte Transportwege und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz prägen den Markt. Vor diesem Hintergrund diente die Castforge 2026 vielen Unternehmen als Orientierungs- und Dialogplattform. In zahlreichen Gesprächen auf den Ständen wurde deutlich, dass die Branche mit hoher Anpassungsbereitschaft reagiert. Investitionen in effizientere Produktionsprozesse, diversifizierte Beschaffungsstrukturen und langfristige Partnerschaften sollen die Widerstandsfähigkeit der Wertschöpfungsketten stärken. Auf der Fachbühne in der Messehalle boten kompakte Fachvorträge, Diskussionsrunden und Praxisbeispiele informative Einblicke in zentrale Zukunftsthemen wie Energie- und Ressourceneffizienz, Digitalisierung, Prozesssicherheit, Nachhaltigkeit und Fachkräftesicherung.
Ein guter Auftakt gelang zudem durch die Synergien mit der neuen Einkäufermesse für Präzisionsteile, Auftragsfertigung und Zerspanung, den Make-to-Order Days, die parallel stattfanden und den Austausch innerhalb der Branche zusätzlich bereicherten. Positive Signale aus Industrie und Verbänden Industriepartner und Branchenverbände bestätigten den hohen Nutzen der CastForge als spezialisierte Plattform für Austausch, Sichtbarkeit und Geschäftsanbahnung – gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten.
Ausblick
Die nächste Castforge findet vom 20. bis 22. Juni 2028 auf der Messe Stuttgart statt– erneut parallel zu den zweitägigen Make-to-Order Days (MTO Days, s. eigene News auf unserer Website).




