25.02.26 – Bilanz 2025

Die Aluminium-Branche ist unterausgelastet

Die deutsche Aluminiumindustrie befindet sich in der Krise. Dies teilt der Branchenverband Aluminium Deutschland mit. Es fehlt an Auslastung.

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Im Jahr 2025 hat die Aluminium-Branche weniger Aluminium recycelt als im Vorjahr. © Trimet

 

Im Jahr 2025 ist die Auslastung der Produktionskapazitäten um bis zu 0,8 Prozentpunkte gesunken. Wie die Produktionsdaten für das vierte Quartal 2025 zeigen, liegt das Produktionsniveau im Vergleich zu 2021 nur noch bei 76 bis 88 Prozent. Der wichtigste Aluminiumstandort Europas ist damit seit vier Jahren nicht mehr gewachsen. Hauptursachen seien unzureichende wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, tiefgreifender Strukturwandel sowie eine schwache Konjunktur. Zwar verzeichnen inzwischen nicht mehr alle Bereiche der Industrie Rückgänge, dennoch liegen die Produktionsniveaus nach wie vor deutlich unter dem Stand von 2021. In der Folge bleibt ein erheblicher Teil der Kapazitäten weiterhin deutlich unterausgelastet, insbesondere im Bereich der mittelständisch geprägten Strangpressindustrie. Aluminium Deutschland Präsident Rob van Gils: „Die Lage ist besorgniserregend. Die Produktionszahlen zeigen unmissverständlich: Unsere innovative deutsche Aluminiumindustrie konnte sich aufgrund der mäßig wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen seit 2021 nicht erholen. Ohne eine aktive und wirksame Industriepolitik und eine wesentliche Verbesserung der Standortfaktoren wird unsere Industrie nicht bestehen können. Deutschland wird so noch stärker in Rohstoffabhängigkeiten kommen und seine Resilienzziele verfehlen.“

Produktionsrückgang beim Recycling

Das Aluminiumrecycling zeigt im vierten Quartal 2025 ebenfalls eine negative Entwicklung. Von Oktober bis Dezember produzierten die Unternehmen rund 629.000 t Aluminium (- 3 Prozent). Das Produktionsniveau des Gesamtjahres 2025 liegt mit rund 2,7 Mio. t um ein Prozent unter dem Vorjahreswert und etwa 16 Prozent unter dem Niveau von 2021. Zentrale Hemmnisse sind weiterhin die schwache Nachfrage der Kundenindustrien, beispielsweise im Bereich Automobil, Bau oder Anlagenbau sowie eine Verknappung und damit starke Preiserhöhungen von Aluminiumschrotten.

Halbzeugproduktion leicht positiv

Die Produktion von Aluminiumhalbzeug verzeichnete im vierten Quartal 2025 bei rund 518.000 t ein Plus von zwei Prozent. Im Gesamtjahr 2025 summierte sich die Gesamtproduktion auf rund 2,3 Mio. t (+1 Prozent). Die Produktion von Walzprodukten lag bei 1,8 Mio. t und damit um zwei Prozent höher als im Vorjahr, jedoch noch rund 12 Prozent unter dem Niveau von 2021. Die Produktion von Strangpressprodukten erreichte 463.000 t, was einem Rückgang von einem Prozent entspricht und etwa 24 Prozent unter dem Niveau von 2021 liegt.

aluminiumdeutschland.de