15.09.22 – Statement von Wolfgang Weber (ZVEI)

Politik muss beim Strompreis resolut gegensteuern

Anlässlich der gestrigen Rede zur Lage der Union von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung:

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„Der ZVEI fordert zudem das, was am schnellsten und einfachsten umzusetzen ist: Die sofortige Entlastung bei Stromsteuer und Umlagen für alle – Privatverbraucher wie Industrie“, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. © ZVEI

 

„EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen setzt in ihrer Rede einen wichtigen Impuls zur Neugestaltung des Strommarktdesigns. Das derzeit geltende Merit-Order-Prinzip wird den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht. Der Strompreis muss vom dominanten Gaspreis entkoppelt werden, um Entlastung für Industrie und private Verbraucher zu schaffen.

Die Politik muss hier resolut gegensteuern: Es braucht einen atmenden Strompreisdeckel für private Verbraucher, der im Basisverbrauch einbezieht, ob Technologien wie Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektroautos enthalten sind. Ebenso müssen die Unternehmen zügig in den Blick genommen werden. Die bisherigen Kriterien, insbesondere das Verhältnis der Energiekosten zum Umsatz von mindestens drei Prozent, müssen hier so angepasst werden, dass die Unterstützung auch beim Mittelstand ankommt.

Der ZVEI fordert zudem das, was am schnellsten und einfachsten umzusetzen ist: Die sofortige Entlastung bei Stromsteuer und Umlagen für alle – Privatverbraucher wie Industrie. Strom, insbesondere aus erneuerbaren Quellen, muss dauerhaft günstiger sein als aus fossilen. Die notwendigen Investitionen in die Elektrifizierung und damit in klimafreundliche Technologien dürfen nicht durch einen zu hohen Strompreis verzögert werden.“

www.zvei.org