17.03.26 – Federnfertigung

Internationale Weltpremiere der „Multi-FMU 32“

Nach ihrer ersten Vorstellung auf den „Wafios Innovation Days“ im Mai 2025 wird die „Multi-FMU 32“ erstmals auch auf der „wire“ in Düsseldorf vor internationalem Publikum gezeigt. Mit der „Multi-FMU 32“ verbindet Wafios maximale Flexibilität mit industrieller Hochleistung in einem völlig neuen Maschinenkonzept.

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Die Transferfedermaschine „Multi-FMU 32“ feiert internationale Premiere auf der „wire 2026“ in Düsseldorf. © Wafios

 
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Auf der „wire 2026“ wird die „Multi-FMU“ für die Fertigung von Federkörpern mit Drahtdurchmessern von 1,2 bis 3,2 mm im Dornwickelverfahren vorgestellt. © Wafios

 
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Hier trifft Flexibilität auf Leistung: Wafios präsentiert ein revolutionäres Maschinenkonzept für die Zugfederfertigung auf der „wire 2026“.

Die modulare CNC-Federmaschine fertigt Zugfedern mit Stielösen aus Drahtdurchmessern von 1,2 mm bis 3,2 mm nahezu im Sekundentakt. Im Dornwickelverfahren werden Federkörper mit tangential abstehenden Schenkeln hergestellt. Nachgelagert werden die Federn mittels eines zum Patent angemeldeten, innovativen Transfersystems zur nächsten Station gebracht und die Stielösen gebogen. Auf der Messe zeigt Wafios die Maschine inklusive Nachschneideeinrichtung, Kamerakontrolle und Sortiereinrichtung für höchste Qualitätsansprüche.

Maximale Flexibilität mit modularer Bauweise

Herzstück der neuen Maschine ist ihr modulares Konzept mit flexiblem Transfersystem. Frei konfigurierbare Bearbeitungsstationen ermöglichen Ausbaustufen mit bis zu 65 CNC-Achsen. Das Produktspektrum reicht von Zugfedern beispielsweise für Scheibenwischerfedern mit kleinem Wickelverhältnis bis hin zu anspruchsvollen Anwendungen, wie Federn für Trommelbremsen in der Elektromobilität, bei denen kompakte Bauformen und höchste Präzision entscheidend sind. Neben Zugfedern mit Stiel- und Hakenösen können künftig auch deutsche und englische Ösen gefertigt werden.

Über die letzten 20 Jahre wurde mit der „FMU“ ein Maschinenkonzept entwickelt, das flexibel, schnell umrüstbar und automatisiert ist. Eigenschaften, die klare Vorteile zu den vorwiegend mechanischen Vorgängern, wie die „ASF/BSF“ und „FSO 3“, bieten. Für Zugfedern mit Ösen oder Stielösen, die auf der „FMU“ gefertigt werden, ist die Stückleistung allerdings geringer. Die „Multi-FMU“ kombiniert nun alle Vorteile der „FMU“ mit einer drei- bis fünffach höheren Stückleistung. Viele Kunden sprechen begeistert von der Flexibilität der FMU und bezeichnen sie als das „Schweizer Taschenmesser“ für die Federnproduktion.

Bewährte „FMU“-Technik weitergedacht

Nach dem Wickeln des Federkörpers übernehmen individuell angeordnete Biegestationen die Herstellung der Ösen. Ein Transfersystem bewegt die Federn präzise von Station zu Station und das mit einem entscheidenden Unterschied zum bekannten Herstellungskonzept der „FMU“: Jede Station arbeitet vollständig unabhängig und kann einzeln angefahren werden. Der Transport der Teile erfolgt somit nicht starr getaktet, sondern hochflexibel und bedarfsgerecht.

„Mehr Fertigungsflexibilität geht nicht! Die Technik der „Multi-FMU“ orientiert sich an der bewährten „FMU“-Reihe, die seit Jahren als Standard für die flexible Schenkelfederfertigung gilt“, erklärt Dr. Uwe-Peter Weigmann, Sprecher des Vorstands bei Wafios. „Schieber und Drehwerke wurden übernommen – ebenso die vertraute Programmierumgebung. Gleichzeitig heben wir das Konzept mit dem modularen Transfer und der Parallelbearbeitung auf ein völlig neues Leistungsniveau.“

Intuitive Programmierung mit „WPS 3.2 Easy Way“

Die Programmierung erfolgt über das Wafios-Programmiersystem „WPS 3.2 Easy Way“, mit dem sich „FMU“-Bediener sofort zurechtfinden. Federkörper und Ösen werden beispielsweise als Abfolge von Geometrieelementen definiert: Federkörper, Biegung, Schenkel und Öse. Dabei muss der Bediener nur die benötigten Elemente anwählen. Passende Werkzeuge lassen sich aus dem integrierten Katalog auswählen. Das Ergebnis: kurze Einrichtzeiten, hohe Prozesssicherheit und eine schnelle Umsetzung komplexer Federgeometrien.

Fünfmal höhere Leistung für mittlere bis große Serien

Die „Multi-FMU 32“ spielt ihre Stärke vor allem bei mittleren bis großen Losgrößen aus. Durch die parallele Fertigung erreicht die „Multi-FMU 32“ beeindruckende Taktzeiten: bis zu 55-60 Zugfedern mit Stielösen pro Minute (in Abhängigkeit von der Federkörperdimension). Damit ist sie rund fünfmal schneller als eine universelle Schenkelfedermaschine, wie die „FMU 32+“. Das Transfersystem mit drei Freiheitsgraden reduziert mechanische Einstellungen und verkürzt die Einrichtzeit deutlich. An jeder Station kann die Feder millimetergenau zum Werkzeug ausgerichtet werden.

Eine Maschine, die mit den Anforderungen wächst

Die „Multi-FMU 32“ folgt einem klaren industriellen Konzept: Sie wird projektspezifisch fertig konfiguriert ausgeliefert. Die Maschine wird von Beginn an exakt auf die jeweilige Aufgabenstellung ausgelegt. Das schafft maximale Prozesssicherheit, höchste Performance und eine optimal abgestimmte Gesamtarchitektur.

Die Anzahl der Biegeoperationen ist nicht limitiert, zusätzliche Biegestationen lassen sich in das Maschinenkonzept integrieren. Optional stehen eine Nachschneideeinrichtung für eng tolerierte Öffnungsmaße der Ösen, ein optisches Messsystem zur Kontrolle der Federgeometriedaten mit Sortiereinrichtung, Systeme zur farblichen Bauteilmarkierung sowie Prägeeinheiten zur Teilekennzeichnung zur Verfügung. Mit dieser Konfigurationsphilosophie kennt die „Multi-FMU 32“ im Vergleich zur FMU fast keine funktionalen Grenzen.

Das nächste Level der Federnfertigung live auf der „wire 2026“

Die „Multi-FMU 32“ kombiniert Flexibilität mit hoher Produktionsgeschwindigkeit, kompakter und modularer Bauweise. Besonders bei großen Losgrößen bietet sie klare Vorteile.

Auf der „wire/Tube“ wird die „Multi-FMU“ mit einer Wickelmaschine kombiniert um Zugfedern zu fertigen. Eine vorgeschaltete Windemaschine zur Fertigung der Zugfederstränge ist zudem konfigurierbar. Anschließend werden die Federstränge durch das Transportsystem den Bearbeitungsstationen der „Multi-FMU“ zugeführt. So können Federn mit klassischen deutschen oder englischen Ösen gefertigt werden.

Parallel bereitet Wafios die automatisierte Zuführung der Federkörper über Fördertöpfe oder vergleichbare Systeme vor. Dadurch lassen sich nachgeschaltete Bearbeitungs- und Prüfschritte inline integrieren. Auf diese Weise entstehen die Federkörper unabhängig von der Transfermaschine, während das Transfersystem die Ösen wie bisher befördert und an den Stationen biegt. So entwickelt sich die „Multi-FMU“ Schritt für Schritt zu einer modularen Hochleistungsplattform für die industrielle Federfertigung.

wire 2026, Halle 10, Stand F 22/40

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