08.10.26 – Wertstoffe

Recycling ist für Trimet eine attraktive Zukunftstechnologie

Kreislaufwirtschaft: Trimet Aluminium hat in Hamm einen neuen Standort für die Aufbereitung und Sortierung von Aluminiumschrott eröffnet.

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Gaben den Startschuss für die Sortieranlage: Trimet Vorstandsvorsitzender Philipp Schlüter, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Hamms Oberbürgermeister Marc Herter und Werksleiter Manuel Ceballos (v. l.). © Trimet Aluminium SE

 

Mit der Investition erweitert der Aluminiumspezialist seine Recyclingkompetenz und integriert wichtige Arbeitsschritte der Kreislaufwirtschaft in das eigene Unternehmen. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, nahm im Beisein von Vertretern aus Politik und Wirtschaft die moderne Sortieranlage in Betrieb. „Eine wettbewerbsfähige Industrie in Europa braucht eine sichere Rohstoffversorgung und leistungsfähige Kreisläufe. Aluminium kann dabei eine besondere Stärke ausspielen, weil es sich immer wieder recyceln lässt“, sagte Philipp Schlüter, Vorstandsvorsitzender der Trimet Aluminium SE. „Mit dem neuen Standort in Hamm bauen wir unsere Möglichkeiten aus, Aluminiumschrotte für hochwertige Anwendungen aufzubereiten. Damit stärken wir unsere Rohstoffbasis und schaffen zugleich eine wichtige Voraussetzung dafür, unsere Kunden auch künftig zuverlässig mit Aluminiumwerkstoffen mit hohen Recyclinganteilen zu versorgen.“

Alles im Flow

Am neuen Standort übernimmt Trimet Arbeitsschritte, die bislang überwiegend von externen Partnern ausgeführt wurden. Herzstück des Werks ist eine moderne Sortieranlage, die Aluminiumschrotte mithilfe der laserbasierten LIBS-Technologie analysiert und automatisch verschiedenen Materialfraktionen zuordnet. Das System kann bis zu 150 Teile pro Sekunde spektroskopisch untersuchen und auch geringe Anteile von Legierungselementen wie Silizium, Kupfer, Eisen oder Magnesium erkennen. Anschließend werden die Schrotte durch Luftimpulse getrennt. Eine Schrottpresse verdichtet das sortierte Material zu transport- und schmelzfähigen Paketen.

Der Standort ist auf eine Verarbeitungskapazität von bis zu 40.000 t Aluminiumschrott pro Jahr ausgelegt. Durch die präzisere Sortierung kann Trimet die eingesetzten Recyclingrohstoffe gezielter für unterschiedliche Legierungen bereitstellen. Die Einbindung des Werks in die Produktionsplanung der Aluminiumhütten, Gießereien und Recyclingwerke erhöht die Flexibilität bei der Rohstoffversorgung und trägt dazu bei, den Einsatz von Primärrohstoffen zu reduzieren. „Ob die Transformation unserer Industrie gelingt, hängt auch davon ab, ob wir wertvolle Rohstoffe im Kreislauf halten. Aluminium ist dafür ideal: Es lässt sich immer wieder nutzen“, sagte Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. „Recycling macht uns unabhängiger, schont Ressourcen und stärkt den Industriestandort Nordrhein-Westfalen. Das Werk in Hamm zeigt, was möglich ist: In gut einem Jahr von der Planung bis zum Betrieb. Das zeigt, wenn Wirtschaft, Stadt und Land an einem Strang ziehen, geht es schnell.“

www.trimet.de