08.10.21 – Gründungsveranstaltung

Innovationsnetzwerk Kupferbearbeitung gegründet

Kupferlegierungen gewinnen für Zukunftstechnologien zunehmend an Bedeutung – insbesondere für die Elektromobilität sowie die Strom- und Datenübertragung. Vor diesem Hintergrund fand am 16. September 2021 am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen die Gründungsveranstaltung des Innovationsnetzwerks Kupferbearbeitung (IKB) statt.

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Die Gründungsmitglieder des Innovationsnetzwerks Kupferbearbeitung beim Kick-off in Aachen. © WZL

 

Das Netzwerk, das eine von Innovationen geprägte Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie fördern sowie einen technologischen Vorsprung in der Kupferbearbeitung generieren will, zählt 21 Gründungsunternehmen aus der kupferverarbeitenden Industrie.

Der Fokus des IKB liegt auf der vorwettbewerblichen Entwicklung zentraler Fertigungsprozesse und Lösungsansätze innerhalb der Wertschöpfungskette zur Herstellung komplexer Produkte aus Kupfer und Messing. Besondere Schwerpunkte stellen die Zerspanung, Umformung und Digitalisierung von Prozessen und Prozessketten dar. Das Netzwerk in einer homogenen Zusammensetzung aus Großunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen gestaltet einen branchenübergreifenden Austausch. Durch den Zusammenschluss von Experten auf den Gebieten Werkstoffentwicklung, Halbzeugproduktion, Zerspantechnik, Umformtechnik und Digitalisierung entsteht eine exzellente Basis für eine anspruchsvolle Gemeinschaftsforschung.

Aus den verschiedenen Bedürfnissen der Mitglieder entsteht das jährliche Forschungsprogramm des IKB. Die Forschungsthemen orientieren sich am praktischen Bedarf und werden durch die Mitglieder definiert. Potenzielle Themenfelder sind alternative Werkstoffe, die Optimierung von Zerspan- und Umformprozessen im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Bauteilqualität, die Digitalisierung der Produktion, die Auslegung und Bewertung von Prozessketten sowie die Identifikation relevanter zukünftiger Trends. Bei der Gründungsveranstaltung in Aachen wählten die Vertreter der Mitgliedsunternehmen die ersten vier Technologieprojekte. Diese werden innerhalb der kommenden zwölf Monate unter Leitung des WZL gemeinschaftlich bearbeitet.

Das Innovationsnetzwerk Kupferbearbeitung ist zusätzlich eine aktive Wissensdrehscheibe für den regen Erfahrungsaustausch zwischen Anwendenden, Halbzeugproduzierenden sowie Werkzeug- und Maschinenherstellenden. Hierzu wird das WZL künftig mehrmals pro Jahr Webinare mit externen Referenten organisieren.

www.wzl.rwth-aachen.de