03.06.26 – Vorkrisenniveaus weiterhin deutlich unterschritten

Elektro-Neuzulassungen stützen Pkw-Markt

Im Mai wurden 301.600 Pkw in Deutschland produziert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entsprach dies einer deutlichen Abnahme um 18 %. Ein großer Teil dieses Rückgangs erklärt sich durch zwei fehlende Arbeitstage im Vergleich zum Mai 2025.

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Die Auftragseingänge aus dem Inland konnten im Mai um 2 % gegenüber dem Vorjahresmonat zulegen. © VDA

 
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Gleichzeitig lagen die Bestellungen aus dem Ausland um 16 % unter dem Vorjahreswert. © VDA

 

Im bisherigen Jahresverlauf wurden 1,724 Mio. Pkw in Deutschland hergestellt, 5 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Schere zum Vorkrisenniveau tut sich weiter auf: Die Produktion liegt nach den ersten fünf Monaten um 19 % unter dem Niveau des Jahres 2019. Schwierige Standortbedingungen wie hohe Arbeitskosten, ausufernde Bürokratie und steigende Energiekosten setzen den Standort Deutschland zunehmend und zusätzlich unter Druck.

Der Export unterschritt im abgelaufenen Monat Mai mit 230.700 Einheiten den Wert vom Vorjahresmonat um 19 %. Seit Januar wurden 1,306 Mio. Pkw und damit 6 % weniger als im Vorjahreszeitraum exportiert. Trotz zunehmender Handelserschwernisse gingen im Jahresverlauf mehr als drei von vier im Inland gefertigten Pkw in das Ausland.

Die Auftragseingänge aus dem Inland konnten im Mai um 2 % gegenüber dem Vorjahresmonat zulegen. Gleichzeitig lagen die Bestellungen aus dem Ausland um 16 % unter dem Vorjahreswert. Insgesamt – die Eingänge aus dem Inland sowie dem Ausland zusammengenommen – wurden damit im Mai 14 % weniger Aufträge registriert als im Mai 2025.

Im Mai blieb die Zahl der Pkw-Registrierungen im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert bei 239.400 Einheiten. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden insgesamt 1,188 Mio. Einheiten neu angemeldet, 4 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Vorkrisenniveau von 2019 wird auch hier deutlich unterschritten, der Markt liegt nach den ersten fünf Monaten um rund 22 % darunter.

Im abgelaufenen Monat stiegen die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV, FCEV) um 29 % auf ein Volumen von 87.900 Einheiten. Der Elektroanteil an den Gesamtzulassungen lag damit bei 36,7 %, das heißt, gut jede dritte Neuzulassung im abgelaufenen Monat war ein E-Pkw. Im Detail: Die Registrierungen von BEV stiegen überdurchschnittlich um 39 % auf 60.000 Einheiten. Die Neuzulassungen der PHEV verzeichneten ein moderateres Wachstum von 11 % auf 27.900 Fahrzeuge. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres erreichte der E-Pkw-Markt ein Volumen von 415.500 Einheiten, ein Plus von 32 % gegenüber den ersten fünf Monaten des Vorjahres. Für den Jahresverlauf ergibt sich dementsprechend ein Anstieg der BEV-Neuzulassungen um 41 % auf 283.900 Einheiten. Das PHEV-Segment wuchs in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres um 16 % und erreichte bis dato ein Volumen von 131.600 Fahrzeugen.

Angesichts der dynamischen Entwicklung bei den Elektro-Neuzulassungen im bisherigen Jahresverlauf hat der VDA seine diesjährige Prognose für den deutschen Pkw-Markt auf 1,07 Mio. Einheiten (+25 %, vorher +17 %) hochgesetzt. Zudem beginnt die seit dem 19. Mai beantragbare E-Auto-Förderung langsam, ihre Wirkung zu entfalten.

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