26.05.26 – Importe erzielten im März ebenfalls ein kräftiger Zuwachs
Elektroexporte legen im ersten Quartal deutlich zu
Im gesamten ersten Quartal 2026 legten die aggregierten Branchenausfuhren ins Ausland damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,0 % auf 68,5 Mrd. Euro zu.
Die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind im März 2026 erneut gestiegen: Mit 24,2 Mrd. Euro erzielten sie ein Plus von 10,3 % gegenüber Vorjahr. „Tatsächlich war dies der bislang höchste jemals erzielte Monatswert“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.
Bei den Importen elektrotechnischer und elektronischer Produkte nach Deutschland wurde im März dieses Jahres ebenfalls ein kräftiger Zuwachs von 9,1 % auf 24,6 Mrd. Euro erzielt. In den zusammengenommen ersten drei Monaten summierten sich die Elektroeinfuhren im ersten Quartal 2026 auf 70,5 Mrd. Euro. Hier rangierte sie um 5,1% über ihrem entsprechenden Vorjahresniveau.
Wie schon in den vorangegangenen Monaten wurde das Exportwachstum insbesondere von hohen Ausfuhren in den EU-Binnenmarkt getragen. Hierhin lieferte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im März Waren im Wert von 13,0 Mrd. Euro – gut ein Fünftel (+ 19,4 %) mehr als ein Jahr zuvor.
Besonders deutlich legte dabei das Geschäft mit Dänemark zu (+ 56,7 % auf 514 Mio. Euro). Auch die Ausfuhren nach Polen (+ 34,4 % auf 1,3 Mrd. Euro), Schweden (+ 27,9 % auf 519 Mio. Euro), Portugal (+ 23,3 % auf 257 Mio. Euro), Spanien (+ 22,4 % auf 1,0 Mrd. Euro) und Österreich (+ 21,9 % auf 1,0 Mrd. Euro) stiegen kräftig.
Ebenfalls zweistellige Exportanstiege waren nach Tschechien (+ 18,7 % auf 1,1 Mrd. Euro), Rumänien (+ 17,9 % auf 574 Mio. Euro), Belgien (+ 15,3 % auf 544 Mio. Euro), Italien (+ 13,1 % auf 1,2 Mrd. Euro), Frankreich (+ 12,9 % auf 1,5 Mrd. Euro), in die Niederlande (+ 11,5 % auf 1,6 Mrd. Euro) und nach Ungarn (+ 10,3 % auf 770 Mio. Euro) zu verzeichnen. Die Ausfuhren in die Slowakei wuchsen um 6,5 % auf 291 Millionen Euro.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres erhöhten sich die deutschen Elektroexporte in die EU im Vergleich zum Vorjahr um 16,6 % auf einen Gesamtwert von 38,1 Mrd. Euro.
Die Branchenlieferungen in Länder außerhalb der EU entwickelten sich im März 2026 mit einem Plus von 1,3 % gegenüber Vorjahr auf 11,2 Mrd. Euro weit weniger dynamisch.
Kräftige Zuwächse verzeichneten hier zwar die Lieferungen nach Malaysia (+ 28,0 % auf 257 Mio. Euro), Brasilien (+ 17,1 % auf 174 Mio. Euro), Mexiko (+ 16,7 % auf 309 Mio. Euro), in die Schweiz (+ 16,4 % auf 856 Mio. Euro) und nach Japan (+ 14,3 % auf 278 Mio. Euro). Auch die Exporte in die Türkei (+ 7,3 % auf 388 Mio. Euro) und nach Südkorea (+ 1,5 % auf 277 Mio. Euro) legten zu.
Moderate Rückgänge gab es dagegen bei den Branchenausfuhren nach Singapur (- 1,4 % auf 165 Mio. Euro), UK (- 2,8 % auf 1,0 Mrd. Euro) und Hongkong (- 3,6 % auf 212 Mio. Euro). Die Lieferungen nach Taiwan (- 34,8 % auf 242 Mio. Euro) und in die VAE (- 37,6 % auf 107 Mio. Euro) gingen jeweils um mehr als ein Drittel zurück.
“Bei den Exporten nach China und in die USA hat sich der gegensätzliche Trend der vergangenen Monate fortgesetzt”, so Gontermann. “Während erstere um 2,2 % auf 2,2 Mrd. Euro zulegen konnten, fielen letztere weiter um 8,5 % auf ebenfalls 2,2 Mrd. Euro zurück. Seit nunmehr einem Jahr geben die deutschen Elektrolieferungen in die USA nicht zuletzt bedingt durch Zoll- wie Wechselkurseffekte nach.”
Im gesamten ersten Quartal 2026 sanken die deutschen Elektroausfuhren in die Länder außerhalb der EU verglichen mit dem Vorjahresquartal leicht um 0,6 % auf 30,4 Mrd. Euro.




