05.02.26 – Vorkrisenniveaus bei Produktion und Markt weiterhin deutlich unterschritten

Neuer Höchstwert: 40 % der Pkw-Produktion im Jahr 2025 elektrisch

Die Pkw-Inlandsproduktion beläuft sich im Monat Januar auf 305.900 Einheiten. Im Vergleich zum starken Vorjahresmonat entspricht das einem Rückgang von 9 %.

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In Deutschland wurden im vergangenen Jahr so viele E-Autos produziert wie noch nie: 1,67 Mio. Elektro-Pkw wurden hierzulande gefertigt, 23 % mehr als im Vorjahr 2024. © VDA

 
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Für das laufende Jahr erwartet der VDA einen weiteren Zuwachs der inländischen E-Pkw-Produktion um 6 % auf 1,76 Mio. Einheiten. © VDA

 

Zur Einordnung gehört: Es gab im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr einen Arbeitstag weniger, was sich entsprechend auf die Produktion auswirkte. Das Vorkrisenniveau bleibt weiterhin deutlich unterschritten:?Die Produktion im Januar 2026 liegt um 18 % unter dem Wert des Vorkrisenjahres 2019.

Darüber hinaus liegen nun auch die detaillierten Produktionsdaten für das komplette Jahr 2025 vor. Sie zeigen: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr so viele E-Autos produziert wie noch nie: 1,67 Mio. Elektro-Pkw wurden hierzulande gefertigt, 23 % mehr als im Vorjahr 2024. Damit war Deutschland erneut der zweitwichtigste Elektrostandort weltweit, hinter China und vor den USA. Auch der Anteil, den die Produktion von E-Autos an der gesamten inländischen Pkw-Produktion ausmacht, erreichte einen neuen Höchstwert: Vier von zehn in Deutschland hergestellten Pkw (40 %) sind elektrisch angetrieben. Dabei kam die Dynamik insbesondere von den Plug-In-Hybriden (PHEV), deren Produktion um 54 % auf 0,45 Mio. Einheiten anstieg. Gleichzeitig gilt: Die meisten E-Pkw, die in Deutschland produziert werden, sind rein batterieelektrische Pkw (BEV). Deren Fertigung konnte 2025 um 15 % auf 1,22 Mio. Fahrzeuge ausgebaut werden. Für das laufende Jahr erwartet der VDA einen weiteren Zuwachs der inländischen E-Pkw-Produktion um 6 % auf 1,76 Mio. Einheiten.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller: „Die inländische Produktion von E-Autos liegt auf Rekordniveau, das zeigt eindrucksvoll und deutlich: Die deutsche Autoindustrie geht bei der E-Mobilität und klimaneutraler Mobilität entschlossen voran. Jetzt kommt es darauf an, dass die Politik die Rahmenbedingungen weiter verbessert, damit Maßnahmen wie die neue E-Förderung keine Strohfeuer werden. Insbesondere braucht es mehr Lademöglichkeiten für E-Pkw sowie auch für E-Nutzfahrzeuge, einen konsequenten Stromnetzausbau, günstigeren Ladestrom und einen verbesserten Zugang zu transformationskritischen Rohstoffen. Für den nachhaltigen Hochlauf der E-Mobilität in Deutschland braucht es darüber hinaus international wettbewerbsfähige Standortbedingungen für die Unternehmen."

Elektro-Neuzulassungen mit kräftigem Wachstum

Der Export blieb im vergangenen Monat Januar mit 225.300 Einheiten um 8 % unter dem Vorjahreswert. Zum Vorkrisenniveau von 2019 fehlen damit noch 22 %.

Die Auftragseingänge stellten sich im Januar uneinheitlich dar. So legten die Auftragseingänge aus dem Inland um 4 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Demgegenüber liegen die Bestellungen aus dem Ausland um 7 % unter dem Vorjahreswert. Insgesamt – die Eingänge aus dem Inland sowie dem Ausland zusammengenommen – wurden damit im Januar dieses Jahres 5 % weniger Bestellungen registriert als im Vorjahresmonat.

Im Januar 2026 wurden auf dem deutschen Pkw-Markt weniger Fahrzeuge neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Gegenüber Januar 2025 ging die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um 7 % zurück und sank auf rund 194.000 Einheiten. Auch hier gilt: Es gab einen Arbeitstag weniger, was sich auch auf die Zulassungen auswirkte. Der deutsche Pkw-Markt liegt damit weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2019: Im Januar 2026 wurden 71.700 Fahrzeuge weniger neu zugelassen als im Januar des letzten Vor-Corona-Jahres. Das entspricht einem Rückgang von 27 %.

Der deutsche Elektro-Pkw-Markt setzte seinen Wachstumskurs jedoch fort: Im Januar stiegen die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV und FCEV) gegenüber dem Vorjahresmonat um 23 % auf 64.500 Einheiten. Der Elektroanteil an den Neuzulassungen lag im abgelaufenen Monat damit bei 33,2 %, es war also jede dritte Neuzulassung ein E-Pkw. Im Detail: Die Registrierungen von BEV stiegen um 24 % auf 42.700 Einheiten. Die Neuzulassungen der PHEV verzeichneten ein Wachstum in einer ähnlichen Größenordnung (+23 %) und erreichten 21.800 Fahrzeuge.

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