23.07.26 – EU-Geschäft bleibt stärkster Treiber

Elektroexporte wachsen etwas langsamer

Mit Warenlieferungen im Wert von 20,7 Mrd. Euro verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie auch im Mai 2026 ein Exportplus.

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In den gesamten ersten fünf Monaten 2026 summierten sich die aggregierten Branchenexporte ins Ausland damit auf 113,0 Mrd. Euro. © Destatis/ZVEI

 
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Die Branchenlieferungen in den EU-Binnenmarkt wuchsen im Mai 2026 zweistellig und damit weiter überproportional. © Destatis/ZVEI

 
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„Allerdings lag der Zuwachs mit 4,0 % gegenüber Vorjahr nur halb so hoch wie im Durchschnitt der vorangegangenen vier Monate des laufenden Jahres“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

In den gesamten ersten fünf Monaten 2026 summierten sich die aggregierten Branchenexporte ins Ausland damit auf 113,0 Mrd. Euro – ein Plus von 7,5 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland stiegen im Mai um 3,8 % gegenüber Vorjahr auf 21,8 Mrd. Euro. Von Januar bis Mai 2026 erzielten die Elektroimporte einen Wert von 117,5 Mrd. Euro (+ 5,2 %).

„Indem die Exporte im bisherigen Jahresverlauf ein ganzes Stück stärker gewachsen sind als die Importe, hat sich das sektorale Handelsdefizit gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum wieder von gut sechs auf viereinhalb Mrd. Euro verkürzt“, so Gontermann.

Die Branchenlieferungen in den EU-Binnenmarkt wuchsen im Mai 2026 zweistellig und damit weiter überproportional: Sie erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 11,7 % auf 11,2 Mrd. Euro.

Insbesondere die Elektroexporte nach Tschechien zogen mit einem Plus von 41,7 % auf 1,2 Mrd. Euro äußerst kräftig an. Auch die Ausfuhren nach Schweden (+ 20,6 % auf 483 Mio. Euro), Polen (+ 17,7 % auf 1,2 Mrd. Euro), in die Slowakei (+ 17,2 % auf 270 Mio. Euro), nach Italien (+ 13,4 % auf 1,0 Mrd. Euro), Rumänien (+ 13,3 % auf 515 Mio. Euro) und Spanien (+ 12,4 % auf 888 Mio. Euro) konnten zweistellige Zuwächse verzeichnen.

Während die Lieferungen in die benachbarten Niederlande (+ 9,7 % auf 1,3 Mrd. Euro), nach Belgien (+ 7,8 % auf 482 Mio. Euro), Ungarn (+ 5,5 % auf 667 Mio. Euro), Frankreich (+ 4,7 % auf 1,2 Mrd. Euro), Österreich (+ 4,3 % auf 850 Mio. Euro) und Portugal (+ 1,7 % auf 209 Mio. Euro) ebenfalls über Vorjahr rangierten, fielen die Ausfuhren nach Dänemark deutlich geringer aus (- 16,4 % auf 238 Mio. Euro).

Im Gesamtzeitraum von Januar bis Mai 2026 summierten sich die deutschen Elektroexporte in die EU auf 62,8 Mrd. Euro, womit sie ihren Vorjahreswert um 15,4 % übertrafen.

Die deutschen Elektroausfuhren in Länder außerhalb der EU reduzierten sich im Mai gegenüber Vorjahr um 3,9 % auf 9,5 Mrd. Euro. „Verantwortlich hierfür waren nicht zuletzt die rückläufigen Exporte in die beiden größten Einzelabnehmerländer der Branche“, sagte Gontermann. „So sanken die Lieferungen in die USA nach ihrer zwischenzeitlichen Erholung im April jetzt erneut, wenn auch nur leicht um 1,1 % auf 2,0 Mrd. Euro. Gleichzeitig nahmen die Ausfuhren nach China um deutliche 14,3 % auf 1,7 Mrd. Euro ab.”

Demgegenüber wurden Zuwächse bei den Ausfuhren nach Hongkong (+ 15,2 % auf 191 Mio. Euro), Malaysia (+ 15,1 % auf 225 Mio. Euro), Japan (+ 7,7 % auf 232 Mio. Euro) und Brasilien (+ 6,0 % auf 150 Mio. Euro) vermeldet.

Abwärts ging es im Mai im Geschäft mit Singapur (- 1,9 % auf 152 Mio. Euro), der Türkei (- 2,1 % auf 314 Mio. Euro), der Schweiz (- 2,8 % auf 674 Mio. Euro), Mexiko (- 7,6 % auf 261 Mio. Euro), UK (- 8,3 % auf 714 Mio. Euro) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (- 9,0 % auf 160 Mio. Euro). Die Lieferungen nach Südkorea (- 11,7 % auf 241 Mio. Euro) und Taiwan (- 29,0 % auf 226 Mio. Euro) fielen zweistellig.

Schließlich: Von Januar bis Mai 2026 lieferte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie in Drittländer außerhalb der EU insgesamt nur etwas weniger als im Vorjahreszeitraum (- 0,4 % auf 50,2 Mrd. Euro).

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