29.10.26 – Verfestigungsstrahlen

Zehn Mal höhere Standzeiten durch Shot Peening-Verfahren

Antriebswellen, Zahnräder, Laufrollen, Kurbelwellen, Druck- und Zugfedern, Pleuelstangen etc. – zahlreiche Bauteile sind einer massiven Dauerschwingbelastung ausgesetzt. Das macht sie anfällig für Brüche und Risse. Eine wirksame Präventivmaßnahme ist das Verfestigungsstrahlen.

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Strahlspezialisten bringen eine Druckeigenspannung in oberflächennahe Schichten eines Bauteils ein und erzielen so eine härtere Oberfläche. © KST Kugel-Strahltechnik

 
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Federn (Foto), Antriebswellen, Zahnräder etc. profitieren vom Verfestigungsstrahlen – es senkt das Bruch- und Rissrisiko. © KST Kugelstrahltechnik

 
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Diese Oberflächenbehandlung senkt das Bruch- und Rissrisiko deutlich. „Unsere Kunden berichten nach dem Shot Peening von bis zu zehn Mal höheren Standzeiten. Das Verfahren schafft eine evident höhere Ermüdungsbeständigkeit“, so Marco Heinemann, Geschäftsführer von KST Kugel-Strahltechnik.

... schafft Lebensdauer

Ziel des Verfestigungsstrahlens ist es, die Oberflächenspannung eines Bauteils zu steigern und Mikrorisse zu minimieren. Dafür bringen Strahlspezialisten eine Druckeigenspannung in oberflächennahe Schichten ein und erzielen so eine härtere, stärker verdichtete Oberfläche. Diese Kaltverfestigung verlängert die Lebensdauer deutlich: „Die bearbeiteten Bauteile halten höheren Belastungen und wiederholten Zyklen stand. Ohne an Leistung zu verlieren“, unterstreicht Heinemann.

... gegen Spannungsrisskorrosion

Spannungsrisskorrosion entsteht, wenn ein Werkstoff gleichzeitig einer korrosiven Umgebung und Zugspannungen ausgesetzt ist. Dabei bilden sich feine Oberflächenrisse, die durch die lokalen Zugspannungen weiter aufziehen. Shot Peening erzeugt Druckeigenspannungen in der Oberfläche, die diesen Zugspannungen entgegenwirken. Dadurch öffnen sich Risse schlechter, korrosive Medien dringen schwerer ein und die Risse wachsen deutlich langsamer.

... kompensiert Materialeinsparungen

Auch der Leichtbau profitiert von dem Verfahren, das Teile, trotz Gewichtseinsparung, widerstandsfähig macht. „Wenn Unternehmen beispielsweise dünnwandigere Materialien verwenden möchten, um leichter zu sein, ist das Verfestigungsstrahlen eine gute Lösung. Die Behandlung kompensiert gewichtsbedingte Materialeinsparungen bzw. den Materialersatz und realisiert eine hohe Resistenz“, erklärt Marco Heinemann. KST Kugel-Strahltechnik führt für Kunden aus allen Branchen auf Wunsch individuelle Versuchsreihen zur möglichen Materialverfestigung durch. Entwicklungsabteilungen können so die erzielbaren geringeren Bauteilgewichte direkt in ihre Konstruktionsplanung einbeziehen.

www.kst-hagen.de