20.10.19

Wie man Menschen in Smart Factories einbindet

Automation ist Tagesthema. Schnellere Fertigungstechnik wird angeschafft und vernetzt. Außer Acht bleiben mitunter die Mitarbeiter, die die Systeme rüsten und handhaben. Eben sie behandelt die Software „VKS“ als Komponente einer „schlauen Fertigung“ und integriert sie in die Abläufe.

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Visualisierte Arbeitsanweisungen werden einfach und bedienerfreundlich erstellt und in der Fertigung genutzt. © Visual Knowledge Share

 
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Über Jahre gesammelte Expertenwissen wird mit allen Mitarbeitern geteilt und angewendet. Es geht kein Know-how verloren. © Visual Knowledge Share

 

Die gute Kunde zuerst: Der Mensch wird nicht aus Fertigung verschwinden. Entweder ist eine komplette Automatisierung für bestimmte Losgrößen unrentabel, oder es gibt Arbeitsschritte, die weder Maschine noch Roboter heute und auf absehbare Zeit bewältigen können. Dies haben viele Betriebe erkannt.

Mittel zur flüssigen Organisation sind schlüssige Arbeitsanweisungen. Sie erhöhen Produktivität, Qualität und Flexibilität, reduzieren umgekehrt aber Fehlerquote und Einarbeitungszeit. Arbeitsanweisungen werden der Fertigung in Papierform zur Verfügung gestellt. Sie sind jedoch schwierig zu archivieren. Es ist eine Herausforderung, sie auf jeweils jüngstem Stand zu halten. Der komplexen Handhabung am Arbeitsplatz wegen werden sie von Werkern oft nicht genutzt.

„Visual Knowledge Share“ (VKS) könnte diese Probleme lösen. Die browserbasierte Software, standardisiert, visualisiert und sammelt die Daten der Abläufe in Echtzeit. Visualisierte Arbeitsanweisungen werden einfach und bedienerfreundlich erstellt und in der Fertigung auch genutzt. So wird sichergestellt, dass das über Jahre gesammelte Expertenwissen mit allen Mitarbeitern geteilt und angewendet wird. Es geht kein Know-how verloren. Alle Mitarbeiter arbeiten nach „best practices“. Dies fördert die Produktivität und Qualität. Zugangskontrollen stellen sicher, dass nur zertifizierte Mitarbeiter bestimmte Aufträge erledigen können.

Produktivität +20 %, Ausschuss -95 %

Alle wichtigen Daten sind auf der Cloud oder auf einem lokalen Server immer und einfach abrufbar. Sie beanspruchen keinen physischen Platz. Über smarte Formulare können zu jedem Zeitpunkt benutzerdefinierte Daten abgefragt werden. Beispiele wären kritische Maße, Seriennummern oder Fotos. Diese können mit Regeln verbunden werden, so dass bei bestimmten Ereignissen definierte Aktionen erfolgen.

Wird etwa ein inkorrektes Maß festgestellt, geht eine Nachricht direkt an die Qualitätsabteilung. Sie leitet dann zuvor festgelegte Maßnahmen ein. Zusätzlich werden Kennzahlen zur Produktivität erfasst und Daten zur statistischen Prozesslenkung (SPC) erstellt, die in Echtzeit in Berichten oder Performance-Indikatoren (KPIs) verfolgt werden können. VKS hat volle Konnektivität zu allen gängigen ERP-, MES- oder QMS-Systemen. Der Mitarbeiter kann seine Arbeitsvorgaben einfach in der Reihenfolge der Fertigungsplanung aufrufen, sie bearbeiten und die Fertigungsdaten an alle Systeme zurückübermitteln.

Die kanadische Visual Knowledge Share Ltd war 2011 aus einem Fertigungsunternehmen heraus gegründet worden. Das Anliegen war, Herausforderungen in den Griff zu bekommen wie schwankende Bedarfe und täglich mehrfach wechselndes Rüsten der Maschinen. Ein Team von Software-Ingenieuren entwickelte eine intuitive und Software – eben VKS –, die Betriebe unterstützt, ihre Prozesse zu standardisieren.

Die Lösung wurde erstmals 2012 implementiert und verhalf einer Schwesterfirma des Unternehmens zu einem Produktivitätsplus von 20 % im gesamten Geschäft. Umgekehrt wurde der Ausschuss um 95 % reduziert. In den vergangenen Jahren wurden dann kontinuierlich Features wie zuletzt Data- und Tool Connect hinzugefügt.

Visual Knowledge Share Ltd

1241 Cascades Street

J6J 4Z2 Chateauguay, Quebec/Kanada

Ansprechpartner ist Jürgen Kohler

Tel.: +49 162 9396501

jkohler@vksapp.com

www.vksapp.com

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