22.01.20

ZVEI-Außenhandelsreport Januar 2020

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind im November 2019 um 1 % gegenüber Vorjahr auf 19,0 Mrd. Euro gestiegen. Nach der Stagnation im Vormonat bleibt die Ausfuhrdynamik damit weiter gedämpft, aber immerhin positiv.

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Elektroimporte und -exporte, 2019, Änderung gegen Vorjahr in Prozent. © ZVEI

 
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Elektroexporte nach Regionen, 2019, Änderungen gegen Vorjahr in Prozent. © ZVEI

 
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Während die Elektroexporte nach China im November nur sehr verhalten um ein halbes Prozent wuchsen, gaben die Lieferungen in die USA um 3,5 % nach. Mit einem Zuwachs um mehr als ein Viertel erhöhten sich dagegen die Ausfuhren nach Tschechien besonders stark. Das Land stieg damit im November zum drittgrößten Abnehmerland auf. Die Lieferungen nach Großbritannien fielen hingegen um ein Fünftel. Im Gesamtzeitraum von Januar bis November des vergangenen Jahres erhöhten sich die aggregierten Branchenausfuhren auf 199,7 Mrd. Euro. Das entsprach einem Zuwachs von rund 3 % gegenüber Vorjahr.

Während die Elektroausfuhren in die Industrieländer im November 2019 bei 12,2 Mrd. Euro stagnierten, wuchsen die Exporte in die Schwellenländer um 2,4 % gegenüber Vorjahr auf 6,8 Mrd. Euro. Das Geschäft mit Europa insgesamt konnte um 2,6 % auf 12,4 Mrd. Euro ausgebaut werden. Dagegen waren die Lieferungen in den Euroraum (-0,6 % auf 5,9 Mrd. Euro), nach Asien 0,8 % auf 4,0 Mrd. Euro) und nach Amerika (-2,3 % auf 2,1 Mrd. €) rückläufig.

 In den ersten elf Monaten stiegen die Elektroexporte in die Schwellenländer (mit +4,1 % gegenüber Vorjahr auf 71,4 Mrd. Euro) ebenfalls stärker als die in die Industrieländer (+1,9 % auf 128,3 Mrd. Euro). Nach Europa wurden im gleichen Zeitraum Waren im Wert von 127,6 Mrd. Euro geliefert (+1,8 %), in die Eurozone von 64,2 Mrd. Euro (+2,9 %). Die Ausfuhren nach Amerika (+7,8 % auf 24,1 Mrd. Euro) stiegen deutlich stärker als die Exporte nach Asien (+2,7 % auf 43,1 Mrd. Euro).

Absolut gingen die meisten Branchenexporte im November 2019 nach China (1,9 Mrd. Euro), obgleich deren Wachstum sehr verhalten war (+0,5 % gegenüber Vorjahr). Die Lieferungen in die zweitplatzierten USA gaben um 3,5 % auf 1,6 Mrd. Euro nach. Die Ausfuhren nach Tschechien (+26,7 % auf 1,2 Mrd. Euro) schnellten hoch auf Platz 3, die nach Großbritannien 20,1 % auf 728 Mio. Euro) fielen dagegen auf Rang 9. Frankreich lag im November an vierter Position (+0,5 % auf 1,2 Mrd. Euro). Dahinter folgten die Lieferungen nach Polen (+3,1 % auf 1,0 Mrd. Euro), Italien (+7,6 % auf 959 Mio. Euro), in die Niederlande (-9,7 % auf 865 Mio. Euro) und nach Österreich (-8,5 % auf 812 Mio. Euro). Komplettiert wird die Liste der zehn größten Abnehmerländer von der Schweiz (+4,0 % auf 646 Mio. Euro).

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