07.01.26 – RWI/ISL-Containerumschlag-Index: November 2025

Welthandel trotzt Handelskriegen

Der Welthandel erweist sich im Jahr 2025 stabiler als erwartet. Der Containerumschlag-Index des RWI und des ISL ist laut aktueller Schnellschätzung im November nur leicht auf 137,5 Punkte gesunken.

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Die europäischen Häfen hinken dem weltweiten Umschlag hinterher. © RWI/ISL

 
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Der Nordrange-Index ist von 111,2 Punkten (revidiert) auf 118,0 Punkte im November kräftig gestiegen. © RWI/ISL

 

Der Gesamtindex ist damit gegenüber dem Jahresanfang nahezu unverändert. Europa kämpft mit strukturellen Problemen. Zwar ist in den Häfen des nördlichen Euroraums der Containerumschlag gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 6,8 Indexpunkte gestiegen. Die Zunahme geht allerdings auf das Streikende in Antwerpen zurück. Somit gilt weiter: Die europäischen Häfen hinken dem weltweiten Umschlag hinterher. Die Lücke zu anderen Weltregionen schließt sich nicht.
Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im November auf 137,5 Punkte gesunken – gegenüber 138,1 Punkten (revidiert) im Vormonat.
Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist von 111,2 Punkten (revidiert) auf 118,0 Punkte im November kräftig gestiegen.
In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag ebenfalls zurückgegangen – von 152,3 Punkten im Vormonat (revidiert) auf 150,2 Punkte.
Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt: „Der weltweite Containerumschlag beweist eine bemerkenswerte Resistenz gegen die handelspolitischen Turbulenzen. Für Europa ist das kein Grund zur Entwarnung. Während wir stagnieren, festigen andere ihre Positionen auf dem Weltmarkt. Die Globalisierungs-Dividende ist aufgebraucht. Wer jetzt noch auf Exporte setzt statt auf Strukturreformen, spielt russisches Roulette mit der Zukunft. Lösungen für die heimische Wachstumsschwäche müssen daher in Deutschland gefunden werden.“

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