05.08.26 – Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau Juni und 1. Halbjahr 2026
Positive Momentaufnahme, geprägt durch das Auslandsgeschäft
Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau können in Summe auf ein leicht positives erstes Halbjahr 2026 im Auftragseingang blicken, geprägt durch Sondereffekte aus Großanlagengeschäft. Die Bestellungen im Juni übertrafen das Vorjahresniveau real um 21 % und für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres kann ein Plus von 5 % verzeichnet werden.
„Der Zuwachs im Juni wird getrieben durch Großanlagengeschäft aus den Nicht-Euro-Ländern. Die Euro-Partnerländer zeigen deutliche Rückgänge im Auftragseingang, auch weil der Bestelleingang im Juni 2025 überdurchschnittlich gut war. Das Inlandsgeschäft ist weiter verhalten. Die Verunsicherung und Investitionszurückhaltung durch globale Krisen bleibt hoch, am Standort Deutschland und Europa kommt grundlegender Reformbedarf für bessere Rahmenbedingungen der Unternehmen hinzu“, erläutert VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig.
Im Juni sanken die Bestellungen aus den Euro-Ländern um real 17 % zum Vorjahr. Für das Inland steht lediglich ein Zuwachs von real 1 % gegenüber dem Vorjahr in den Büchern. Deutlich positiv hingegen zeigen sich in Summe die Bestellungen aus dem Ausland mit einem Zuwachs von real 29 % zum Vorjahr (Nicht-Euro-Länder plus 54 %, Euro-Länder minus 17 %).
Im zweiten Quartal 2026 kamen aus dem Inland 3 % weniger Aufträge, das Ausland verbuchte ein Plus von 12 % (Nicht-Euro-Länder: plus 24 %, Euro-Länder minus 15 %). Daraus resultierte von April bis Juni ein Auftragsplus von 7 % zum Vorjahr.
Im ersten Halbjahr 2026 verbuchten die Unternehmen im Inlandsgeschäft ein Auftragsminus von 2 %, während die Auslandsbestellungen um 9 % zulegten. Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 16 % mehr Orders, aus dem Euro-Raum sanken die Bestellungen hingegen um minus 8 %. Unterm Strich verblieb ein Auftragsplus von 5 %.
Über den VDMA
Der VDMA vertritt 3500 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung und Mittelstand. Die Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 3 Mio. Menschen in der EU-27, davon mehr als 1,2 Mio. allein in Deutschland. Damit ist der Maschinen- und Anlagenbau unter den Investitionsgüterindustrien der größte Arbeitgeber, sowohl in der EU-27 als auch in Deutschland. Er steht in der Europäischen Union für ein Umsatzvolumen von geschätzt rund 900 Mrd. Euro. Rund 80 % der in der EU verkauften Maschinen stammen aus einer Fertigungsstätte im Binnenmarkt.



