27.10.26 – Netzwerkdraht bringt Unternehmen beim Technologie-Kompetenz-Transfer zusammen

Vom technologischen Kern zu neuen Wachstumspfaden

Wie können Unternehmen ihre vorhandenen Technologien und Kompetenzen nutzen, um neue Anwendungen, Kunden und Märkte zu erschließen? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich 14 Unternehmensvertreter aus drei Unternehmen im Rahmen eines Technologie-Kompetenz-Workshops des Netzwerkdraht e.V.

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Die Unternehmensvertreter diskutierten intensiv, hinterfragten bestehende Sichtweisen und entwickelten gemeinsam neue Perspektiven. © Netzwerkdraht

 

Für Prof. Dr. Jan-Philipp Büchler von der FH Dortmund, der bereits auf dem „19. Branchentag-Draht“ im Mai dieses Thema diskutierte, stand dabei bewusst nicht die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Vordergrund. Vielmehr richtete er den Blick auf die technologischen Fähigkeiten und besonderen Kompetenzen der beteiligten Unternehmen: Was können wir wirklich richtig gut – und in welchen anderen Anwendungen und Märkten könnte genau dieses Know-how künftig gefragt sein?

Der Workshop griff damit einen Ansatz auf, der gerade vor dem Hintergrund sich verändernder industrieller Wertschöpfungsstrukturen an Bedeutung gewinnt: Unternehmen lösen sich gedanklich von bestehenden Produkten und Anwendungen und betrachten stattdessen die zugrunde liegenden Funktionen, Technologien und Kompetenzen. Dieses „applikationsunabhängige Denken“ soll neue Möglichkeiten für den systematischen Transfer in andere Einsatzfelder eröffnen.

Dabei wurde deutlich, dass Wachstumspotenziale nicht zwangsläufig erst durch die Entwicklung völlig neuer Technologien entstehen müssen. Auch vorhandenes technologisches Wissen, methodische Fähigkeiten und praktische Erfahrungen können die Grundlage dafür bilden, technische Problemstellungen in anderen Anwendungen zu lösen. Der Transfer bestehender Kompetenzen kann so den Zugang zu neuen Wachstumsfeldern ermöglichen.

Intensive Diskussionen und ausgeprägte Aufbruchstimmung

Besonders prägend für den Workshop war die große Offenheit der 14 Teilnehmenden. Die Unternehmensvertreter diskutierten intensiv, hinterfragten bestehende Sichtweisen und entwickelten gemeinsam neue Perspektiven für die Nutzung vorhandener Kompetenzen.

Die ausgesprochen positive Stimmung zeigte zugleich, dass die Auseinandersetzung mit neuen Märkten nicht nur eine strategische Herausforderung darstellt, sondern auch neue Energie freisetzen kann. Aus der zunächst einfachen Frage „Was produzieren wir heute?“ entwickelte sich zunehmend eine andere Perspektive: „Was können wir – und wer könnte dieses Können morgen noch brauchen?“

Genau darin sieht Netzwerkdraht einen wesentlichen Nutzen des Workshopformats: „Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre eigenen technologischen Stärken neu zu betrachten, Kompetenzfelder herauszuarbeiten und daraus systematisch Ansatzpunkte für neue Applikationen und Wachstumsmöglichkeiten zu entwickeln“, so Netzwerkmanager Stefan Szkudlapski.

Der intensive Austausch der drei beteiligten Unternehmen und die hohe Motivation der Teilnehmenden bestätigten den Ansatz des Formats. Für Netzwerkdraht ist der Workshop damit zugleich ein Beispiel dafür, wie der Austausch im Netzwerk Unternehmen dabei unterstützen kann, über bestehende Märkte hinauszudenken und neue Perspektiven für die industrielle Wertschöpfung zu entwickeln.

Netzwerkdraht verbindet Unternehmen und Partner entlang der Wertschöpfungskette der Drahtindustrie. Im Mittelpunkt stehen der unternehmensübergreifende Austausch sowie Aktivitäten in den Bereichen Technologie und Innovation, Weiterbildung und Wissenstransfer.

www.netzwerkdraht.de