22.07.21 – Flutkatastrophe trifft Drahtbranche

Netzwerkdraht unterstützt Betroffene

Die Verwüstungen und damit wirtschaftlichen Folgen des Unwetters zeigen sich erst jetzt richtig, knapp eine Woche nach dem Unwetter. Die ersten Aufräumarbeiten sind erledigt und auch sonstige Maßnahmen eingeleitet. Trotzdem stehen den Betroffenen viele, nicht alltägliche Aufgaben bevor.

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© BMI

 

Das Netzwerkdraht mit Sitz in Iserlohn steht für Fragen und Problemstellungen zur Verfügung, beratend oder vermittelnd, als Clearingstelle. Gestern wurden im Berliner Bundeskabinett die ersten Hilfsleistungen beschlossen. Unabhängig von deren Höhe, wird Netzwerkdraht diese Angebote verfolgen und auf Wunsch über entsprechende Hilfen und Förderungen informieren.

„Neben diesen wirtschaftlichen Folgen, die uns alle die nächste Zeit beschäftigen werden, wollen wir auch die über 170 Todesopfer nicht vergessen. Auch hier wird erst die Zeit klären, warum diese Opferzahl so hoch ist“, so Stefan Szkudlapski vom Netzwerkdraht.

www.netzwerkdraht.de

Maßnahmen bei unvorhergesehenen Ereignissen
Die ersten Maßnahmen im Rahmen der Flutkatastrophe haben Sie durchgeführt. Aufräumarbeiten, Versicherungen und Banken informiert. Vielleicht auch schon Ihre Kunden.

Für ein erfolgreiches Krisenmanagement gibt es kein generelles Patentrezept. Gleichwohl wird mit einem guten Krisenmanagement die Situation nicht noch schlimmer, als sie bereits ist. Ein gutes Krisenmanagement bewahrt die Opfer vor weiteren Schäden, stellt die richtigen Ressourcen am richtigen Ort bereit und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Organisationen.

In der Praxis haben sich immer wieder vier Grundregeln gezeigt:
Vorsorge – präventive Auseinandersetzung mit den Bedrohungslagen
Unmittelbarkeit – Sofortige Handlungsbereitschaft, erste Maßnahmen , Begrenzung weiterer Schäden
Kommunikation – schnelle Information aller relevanten Stakeholder
Führung – Zusammenstellung eines resilienten Führungsteam

In den nächsten Tagen und Wochen müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Basis hierfür ist eine weitergehende Analyse:
1. In welcher Situation befinden wir uns?
2. Welche kritischen Faktoren müssen wir beachten?
3. Sich an Fakten halten
4. Mit Szenarien arbeiten
5. Mitarbeiter zur Mitarbeit anregen
6. Wo sind wir verwundbar (Standorte, Lieferanten, Kunden)?
7. Verfügen wir über die notwendigen Strukturen und Prozesse? Gibt es weitergehende Hilfen?

Weitere aktuelle Informationen finden Sie unter anderem auch auf der website
der Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen. www.sihk.de