09.11.25 – SPS – Smart Production Solutions 2025

Standards in der elektrischen Infrastruktur

Die zweite Version des ZVEI-Leitfadens „Entwicklung der elektrischen Infrastruktur in Gebäuden“ ist veröffentlicht und als aktives Mitglied der Arbeitsgruppe hat Klaus Jungstädt, Experte bei Wieland Electric, zentrale Impulse gesetzt.

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Zweite Version des ZVEI-Leitfadens „Entwicklung der elektrischen Infrastruktur in Gebäuden“ ist veröffentlicht. © Wieland/ZVEI

 

Insbesondere in den Themenfeldern Ladeinfrastruktur für E-Mobilität und industriell vorgefertigte Bauweisen konnte Wieland Electric mit jahrelanger Erfahrung und Kompetenz in diesem Bereich maßgeblich zur Gestaltung der Inhalte beitragen. Beide Bereiche gewinnen in der modernen Gebäudetechnik zunehmend an Bedeutung.

Bauen ohne Kreislaufprobleme
Elektrische Anlagen in Wohngebäuden sind „lebenswichtig“, ähnlich wie das Nervensystem (Kommunikation) und die Blutversorgung (Energieversorgung) beim Menschen. Auch Gebäude verfügen über einen eigenen Kreislauf in Form einer funktionierenden, sicheren und zukunftsfähigen elektrischen Anlage. Der ZVEI-Leitfaden beschreibt die Anforderungen an elektrische Anlagen, ob Erzeugung, Speicherung und Verwendung elektrischer Energie oder Kommunikation in Wohngebäuden. Und das vor allem im Blick auf die notwendige Zukunftsfähigkeit des Gebäudes.

 In zwei Bereichen illustrieren Wieland Electric-Systeme die Zukunftsfähigkeit elektrischer Infrastruktur: Schon jetzt, spätestens aber mit dem Ende des Verbrennermotors gehört EV-Charging zur Standardausstattung in Neubauten sowie in Bestandsgebäuden. Mit dem „podis“-System für EV-Charging bietet Wieland Electric bereits heute eine konkrete Lösung, die nicht nur technisch ausgereift, sondern auch wirtschaftlich attraktiv ist. Es steht exemplarisch im Leitfaden als Best-Practice für moderne Ladeinfrastruktur.

Weniger Arbeit, mehr Sicherheit, schneller Erfolg
Darüber hinaus wurde auf Initiative von Wieland ein komplett neues Kapitel zur industriell vorgefertigten Bauweise integriert. Diese Bauweise mit vorkonfektionierten Elektroinstallationen bietet enormes Potenzial, dem Fachkräftemangel zu begegnen und Bauzeiten zu verkürzen. Wieland Electric liefert hierfür nicht nur das Know-how, sondern auch die passenden Produkte: Mit Wieland „Prefab“ wird modulares Bauen noch effizienter. Die steckbaren Elektroinstallationssysteme lassen sich bereits in den Prozess der industriellen Vorfertigung integrieren, so dass feingliedrige und zeitraubende Tätigkeiten im Werk und auf der Baustelle vermieden werden.

Kompetenz trifft Praxis
„Mit unserer Erfahrung in modularer Installationstechnik und flexiblen Energieverteilungssystemen können wir zeigen, wie elektrische Infrastruktur zukunftssicher umgesetzt wird“, sagt Klaus Jungstädt. „Unsere Lösungen helfen Planern, Bauunternehmen und dem Elektrohandwerk dabei, schneller, sicherer und nachhaltiger zu bauen.“

SPS – Smart Production Solutions 2025, Halle 9 Stand 440

Wieland Electric GmbH
Brennerstraße 10-14
96052 Bamberg
Tel.: +49 951 9324-0
info@wieland-electric.com
www.wieland-electric.com

Über Wieland Electric
Wieland Electric, 1910 in Bamberg gegründet, ist Erfinder der sicheren elektrischen Verbindungstechnik. Das Familienunternehmen ist heute einer der führenden Anbieter für Sicherheits- und Automatisierungstechnik und seit über 30 Jahren Weltmarktführer im Bereich der steckbaren Elektroinstallation für Gebäudetechnik. Wieland Electric steht Kunden weltweit vor Ort als kompetenter Servicepartner und Lösungsanbieter zur Seite. Möglich ist dies mit rund 1.700 Mitarbeitern und Tochtergesellschaften sowie Vertriebsorganisationen in über 70 Ländern. Neben der Wieland Electric GmbH gehört seit 1998 die STOCKO Contact GmbH & Co. KG zur Wieland-Holding.
Zu den Kernbranchen des Unternehmens zählen Maschinenbau, Windkraft, Intralogistik und HVAC sowie Gebäude- und Lichttechnik. Das breite Portfolio umfasst Komponenten, Produkte und Lösungen für die Elektroinstallation, Verbindungstechnik, Energieverteilung, Sicherheitstechnik und den Schaltschrank. Darüber hinaus bietet Wieland Electric ein umfangreiches Dienstleistungs- und Schulungsprogramm. Mit branchenübergreifender Erfahrung, großer Produktvielfalt und zahlreichen Serviceangeboten entwickelte sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren konsequent vom Komponenten- zum Lösungsanbieter.

Die Broschüre ist als PDF-Datei kostenfrei herunterzuladen.

„Wir denken elektrische Infrastruktur neu“

Im Gespräch mit Klaus Jungstädt von Wieland Electric

Herr Jungstädt, Sie haben aktiv an der Erstellung des ZVEI-Leitfadens mitgearbeitet. Was war Ihnen dabei besonders wichtig?
Klaus Jungstädt: Besonders wichtig war mir, dass neue Konzepte – insbesondere die innovative modulare Bauweise – in den Leitfaden integriert werden. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Zukunft der Installationstechnik und sollte entsprechend berücksichtigt werden.

Was bedeutet der neue Leitfaden für Bauherren, Planer und Installateure?
Klaus Jungstädt: Der Leitfaden bildet die Sichtweise des ZVEI ab und gibt eine klare Orientierung, wie sich die Elektroinstallationstechnik aus Sicht des Verbands künftig entwickeln wird. Er dient als praxisnahe Hilfestellung und Impulsgeber für zukunftsfähige Planungs- und Umsetzungskonzepte.

Warum ist die modulare Bauweise für die Branche so relevant?
Klaus Jungstädt: Der Wohnraummangel – insbesondere im Bereich des bezahlbaren Wohnens – stellt eine große gesellschaftliche Herausforderung dar. Die modulare Bauweise ermöglicht eine schnelle, effiziente und qualitativ hochwertige Erstellung von Wohnraum. Durch den Einsatz vorgefertigter Bauelemente können viele Gewerke bereits werkseitig integriert werden, was den Aufwand auf der Baustelle erheblich reduziert und Prozesse beschleunigt.

Was zeichnet die Lösungen von Wieland Electric aus?
Klaus Jungstädt: Wieland Electric bietet mit seinen Installationssteckverbindersystemen eine vollständig steckbare Lösung für die feste Elektroinstallation. Diese Systeme sind besonders flexibel und ermöglichen eine schnelle, sichere und fehlerreduzierte Montage – sowohl im konventionellen Bau als auch in modularen Konzepten.

EV-Charging wird immer mehr zur Grundausstattung – was bedeutet das für die Elektroinstallation?
Klaus Jungstädt: Die zunehmende Integration von Ladeinfrastruktur erhöht sowohl die Komplexität in der Planung als auch den Aufwand in der Umsetzung. Es gilt, verschiedene Energiequellen wie das Stromnetz, PV-Überschüsse, Batteriespeicher und gegebenenfalls Rückspeisung optimal zu koordinieren. Eine vorausschauende Planung der elektrischen Infrastruktur ist daher unerlässlich.

Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Umsetzung von Ladeinfrastruktur?
Klaus Jungstädt: Insbesondere bei Tiefgaragen oder Parkhäusern müssen die Anzahl und Position der Ladestationen frühzeitig geplant und flexibel erweiterbar sein. Die Installation erfordert nicht nur eine durchdachte elektrische Infrastruktur, sondern auch ausreichend qualifizierte Fachkräfte – beides stellt die Branche vor erhebliche Herausforderungen.

Wie sehen Sie die Rolle von Wieland in dieser Entwicklung?
Klaus Jungstädt: Mit dem ‚podis‘-Flachleitungssystem bietet Wieland Electric eine zukunftsorientierte Lösung für die elektrische Infrastruktur im Bereich Ladeinfrastruktur. Das System überzeugt durch eine erhebliche Zeitersparnis in Planung und Installation, einfache Handhabung und ein schlankes Produktportfolio. Es lässt sich flexibel erweitern und anpassen, was insbesondere bei sich wandelnden Anforderungen von Vorteil ist. So leisten wir einen aktiven Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels und zur Optimierung von Bauprozessen.