09.10.26 – Deutschen Elektro- und Digitalindustrie

Auftragseingänge legen um 17 % zu

Die wertmäßigen Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben auch im August zweistellig zugelegt. Insgesamt übertrafen sie ihren entsprechenden Vorjahreswert um 17 % .

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Aus dem Inland gingen im August 19,1 % mehr Neubestellungen ein als noch im gleichen Monat 2025. Gleichzeitig erhöhten Auslandskunden ihre Orders um 15,3 % . © Destatis/ZVEI

 
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Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist aber im September 2026 insgesamt leicht gesunken. © ifo Institut

 
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„Treibende Kraft hinter der regional wie sektoral insgesamt breit angelegten Nachfrage-Entwicklung war nicht zuletzt erneut der IKT-Bereich“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt.

Aus dem Inland gingen im August 19,1 % mehr Neubestellungen ein als noch im gleichen Monat 2025. Gleichzeitig erhöhten Auslandskunden ihre Orders um 15,3 % . Hier kamen die Impulse von außerhalb des Euroraums (+22,4%). Die Aufträge aus dem gemeinsamen Währungsraum stiegen nur leicht (+1,0%).In den aussagekräftigeren gesamten ersten acht Monaten 2026 haben die Bestellungen ihren Vorjahreswert damit um 13,1 % übertroffen. Auch hier zogen die Inlandsaufträge mit plus 17,5 % wiederum stärker an als die Orders aus dem Ausland. Letztere konnten um 10 % zulegen (Eurozone: +8,1%, Drittländer: +10,9%).

Die reale, sprich: preisbereinigte Elektroproduktion in Deutschland ist im August um 4,5 % gegenüber Vorjahr gestiegen. „Es war der bislang höchste Zuwachs im laufenden Jahr, der die zusammengenommene Entwicklung von Januar bis August jetzt auf ein Plus von 1,1 % gehievt und damit weiter an unsere Zwei-% -Prognose fürs Gesamtjahr herangerückt hat”, so Gontermann.

Mit 18,6 Milliarden Euro übertraf der nominale Umsatz der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im August 2026 seinen Vorjahreswert um 11 % . Die Inlandserlöse erhöhten sich dabei um 9,6 % und die Auslandsumsätze um 12,1 % . Besonders dynamisch entwickelten sich im August die Geschäfte mit Drittländern, die um 15,8 % zulegen konnten. Die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum zogen moderater an – um 5,7 % .

Kumuliert von Januar bis August 2026 belief sich der aggregierte Branchenumsatz auf 153,9 Mrd. Euro und lag damit um 6,2 % über seinem Vorjahreswert. Dabei wurden 72,5 Mrd. Euro (+7,2%) mit Geschäftspartnern im Inland und 81,5 Mrd. Euro (+5,3%) mit solchen im Ausland erwirtschaftet. Die Umsätze mit dem Euroraum legten um 4,5 % zu, während die Geschäfte mit Drittländern zwischen Januar und August um 5,8 % wuchsen.

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist im September 2026 insgesamt leicht gesunken. „Es bleibt aber klar im positiven Bereich”, sagte Gontermann. „Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel etwas günstiger aus als noch im August. Die allgemeinen Geschäftserwartungen gaben dagegen nach.”

Die Zahl der Beschäftigten in der heimischen Elektro- und Digitalindustrie lag zuletzt bei 864.800 beziehungsweise 1,4 % niedriger als vor einem Jahr. 11.200 arbeiten kurz.

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