21.10.26 – Nach Ende der Roheisenlieferungen

Arcelor Mittal Duisburg gibt Pläne für Standort bekannt

Im Dezember 2024 gab Arcelor Mittal Duisburg die Kündigung des Roheisenliefervertrags mit Thyssen Krupp Steel in Duisburg mit Wirkung zum September 2027 bekannt, da die vorgeschlagene Vertragsverlängerung mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden gewesen sei. Der Sozialdialog im Zusammenhang mit einem Sozialplan für die in Duisburg beschäftigten Mitarbeitenden von Arcelor Mittal soll im September 2026 beginnen.

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Arcelor Mittal Hamburg, das Stahl im DRI-EAF-Verfahren herstellt, ist gut positioniert, um Duisburg mit Halbzeugen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck zu beliefern. © Arcelor Mittal

 

Arcelor Mittal Duisburg hat eine Reihe von Optionen für die Roheisenversorgung sowie die Möglichkeit einer Dekarbonisierung der Stahlproduktion geprüft, doch keine dieser Möglichkeiten hat sich als wirtschaftlich tragfähig erwiesen. Ohne Roheisenversorgung und vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats von Arcelor Mittal Duisburg beabsichtigt das Unternehmen, das Drahtwalzwerk in Duisburg mit Vorprodukten – den so genannten Halbzeugen (Knüppeln) - zu beliefern. Das bedeutet, dass das Stahlwerk und das Knüppelwalzwerk nicht mehr Teil des Produktionsprozesses wären und daher geschlossen würden. Mehrere Standorte von Arcelor Mittal sowie andere externe Hersteller in Europa sind in der Lage, Duisburg mit dem Großteil der benötigten Halbzeuge zu versorgen. Arcelor Mittal Hamburg, das Stahl im DRI-EAF-Verfahren herstellt, ist gut positioniert, um Duisburg mit Halbzeugen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck zu beliefern.

Da Arcelor Mittal Duisburg derzeit der Hauptlieferant von Halbzeugen für Arcelor Mittal Gandrange ist, wird Gandrange seine Halbzeuge von mehreren anderen Arcelor Mittal-Standorten beziehen und zudem Knüppel von externen Lieferanten kaufen.

„Wir sind uns bewusst, dass dies für unsere Mitarbeitenden bei Arcelor Mittal Duisburg eine schwierige Nachricht ist. Zwar sind die strukturellen Herausforderungen, denen sich der Stabstahlsektor in Europa gegenübersieht, erheblich und allgemein bekannt – darunter eine geringe Kapazitätsauslastung, eine rückläufige lokale Nachfrage, eingeschränkte Exportmöglichkeiten und hohe Energiekosten –, doch hat die Sicherung der langfristigen Zukunft von ArcelorMittal Duisburg für unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und die gesamte Region absolute Priorität. Wir treiben daher unsere Pläne zur Versorgung des Drahtwalzwerks voran, um die Kontinuität der Lieferungenfür alle unsere Kunden über September 2027 hinaus sicherzustellen“, sagt Sanjay Samaddar, CEO von Arcelor Mittal Europe – Long Products. Arcelor Mittal Duisburg schätzt die langfristigen Beziehungen zu all seinen Kunden sehr und hat sich verpflichtet, kontinuierliche Lieferungen an alle Kunden aufrechtzuerhalten.

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