08.09.26 – Kistler
Komplexe Aufgaben in der optischen Qualitätsprüfung einfacher lösen
Aus vielen Befehlen wird ein Befehlsmakro: Mit der Bildverarbeitungssoftware KiVision gibt es Ziel führende Erfolge; ganz ohne Programmierkenntnisse.
Komplexe optische Qualitätsprüfungen lassen sich so künftig noch einfacher durchführen. Zudem bietet die Bildverarbeitungssoftware KiVision nun eine an die FDA angelehnte Audit-Trail-Funktion, mittels derer sich Änderungen lückenlos rückverfolgen lassen. Außerdem verarbeitet die Software mit hoher Präzision neben 1D- und 2D-Bilddaten nun auch 3D-Punktwolken.
Optische Prüfverfahren sind in vielen Industriezweigen und Produktionsumgebungen unerlässlich. Die Einsatzgebiete reichen dabei von der Qualitätskontrolle bis zur exakten Positionserfassung einzelner Werkstücke auf dem Förderband. Die Bildverarbeitungssoftware KiVision 8.1 von Kistler vereinfacht diese Prüfaufgaben jetzt deutlich: Anwendende können in der Software häufig benötigte, komplexe Auswertungsschritte in selbst definierten Befehlsmakros zusammenfassen. „KiVision zählt zu den sogenannten No-Code-Plattformen. Programmierkenntnisse in der Bedienung sind daher nicht nötig“, erklärt Ferenc Bögner, Head of Kistler Vision Systems in Karlsruhe. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Entwicklerteam von Kistler ist er für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Bildverarbeitungssoftware verantwortlich. „Die Bausteine, die für die Makroerstellung per Drag and Drop zur Verfügung stehen, decken dabei alle denkbaren Aufgaben von Bildverarbeitungssystemen ab. Der Kreativität sind damit keine Grenzen gesetzt“, so Bögner.
Benutzerfreundlicher und standardisiert
Die selbst programmierten Befehlsmakros unterscheiden sich in der Benutzung nicht von KiVision-Standardbefehlen. Dank des erweiterten Befehlssatz-Konfigurators lassen sie sich prominent und leicht auffindbar platzieren sowie mit einer Inline-Hilfe versehen. Mithilfe der Benutzer- und Rechteverwaltung innerhalb der Bildverarbeitungssoftware KiVision lässt sich gezielt steuern, welche Benutzergruppen die neuen Funktionen verwenden dürfen. Zusätzlich verbessern die Befehlsmakros die Robustheit der Prüfaufgaben: Wiederkehrende Teilprüfaufgaben zum Beispiel in optischen Mess-, Prüf- und Sortiermaschinen werden durch die individuellen Befehle standardisiert. Die Makros lassen sich zudem zwischen unterschiedlichen Anlagen übertragen und sichern so die einheitliche Bewertung innerhalb der gesamten Fertigung.
Verarbeitung von 3D-Punktwolken
Neben der pixelbasierten Auswertung von 1D- und 2D-Daten ist mit der neuesten Version der Bildverarbeitungssoftware KiVision nun auch die native Erfassung und Verarbeitung echter 3D-Daten in Form von Punktwolken möglich – auch von mehreren Sensoren gleichzeitig. So lassen sich relevante Bereiche eines Prüfteils lückenlos und ohne Abschattungen erfassen. „Auch mit den neuen Softwareversionen von KiVision bleiben wir unserer Grundphilosophie treu: Anwendende können für maximale Flexibilität Messdaten unterschiedlicher Sensortypen auch von verschiedenen Herstellern miteinander fusionieren“, erklärt Bögner.
Verstärkter Einsatz von KI
Die zur Auswertung der Prüfbilder einsetzbare künstliche Intelligenz erkennt auch bisher unbekannte Anomalien auf den Prüfteilen und trägt so dazu bei, Ausschuss zu minimieren. Speziell bei der Defektdetektion ermöglichen KI-basierte Verfahren den Anwendenden robuste Auswertungen. Dafür stehen ihnen in der aktuellen Softwareversion verschiedene Modelltypen von VisionPro Deep-Learning und LandingAI zur Verfügung, die sie auf konkrete Aufgaben und Prüfteile trainieren können.
Kompatibilität großgeschrieben
„Viele Anlagen lassen sich auch ohne Hardware-Update mit der Bildverarbeitungssoftware KiVision 8.1 als Retrofit problemlos weiterbetreiben“, so Bögner. Dazu passt, dass KiVision 8.1 nahtlos bis zur allerersten Version abwärtskompatibel ist. „Wir legen im Sinne der Ressourceneffizienz großen Wert darauf, auch Unternehmen, die die nicht mehr unterstützte Software SAC Coake nutzen, einen einfachen Umstieg zu ermöglichen“, erklärt Bögner. Die Software bietet deshalb Importfunktionen für SAC Coake-basierte Projekte und erfordert keine Neuschulung. „Mit KiVision und der Version 8.1 führen wir unser flexibles, leistungsstarkes Werkzeug für die Bildverarbeitung in einen neuen Abschnitt und erweitern konsequent seine Einsatzmöglichkeiten“, resümiert Bögner.



