28.03.26
Vollautomatik für „Steeger“-Spulen
Steeger Fachspulen, häufig auch als „Steeger“-Spulen bezeichnet, sind in der Flecht- und Umspultechnik fest etabliert. Besonders in der Herstellung von elektrischen Leitungen für die Medizintechnik und in der Feindrahtverarbeitung kommen sie zum Einsatz. Hier sind höchste Präzision und prozesssichere Materialführung gefordert.
Der vollautomatische Aufwickler für „Steeger“-Spulen von Kurre Systems macht eine effiziente Feindrahtverarbeitung möglich.
Das Problem
Bisher sind manuelle Prozesse erforderlich durch fehlende Klemmtechnik an der Spule Trotz ihrer weit verbreiteten Nutzung sind „Steeger“-Spulen in ihrer klassischen Ausführung nicht für ein automatisches Fixieren des Drahtbündels beim Start des Wickelprozesses geeignet.
Dies führt zu mehreren negativen Effekten:
– Keine vollautomatische Bewicklung möglich
– Manueller Spulenwechsel erforderlich
– Drahtbündel müssen per Hand angebunden werden
– Erhöhte Prozesszeit und steigende Personalkosten
Die Lösung
Der vollautomatischer Aufwickler für „Steeger“-Spulen ohne Nutzung eines Klemmrings von Kurre Systems. Kurre hat mit einem innovativen vollautomatischen Aufwickler für Steeger Fachspulen eine Lösung entwickelt, die das zentrale Problem elegant umgeht: Die Maschine kommt ohne jegliche Modifikation der „Steeger“ Spule aus – insbesondere ohne Klemmring – und ermöglicht dennoch ein komplett automatisiertes Anbinden und Wickeln des Drahtbündels. Damit entfällt nicht nur die manuelle Arbeit, sondern die bestehenden Spulen können unverändert verwendet werden.
Der vollautomatische Aufwickler von Kurre integriert sämtliche Schritte des Wickel- und Handhabungsprozesses in einer durchgängigen Automatisierungskette:
Ein Leerspulenmagazin stellt kontinuierlich Steeger Fachspulen bereit und sichert eine unterbrechungsfreie Produktion. Die Leerspulen können vor dem Einführen in das Magazin in einer Kassette zusammengestellt und in das Magazin eingeschoben werden. Die fertig bewickelten Spulen werden ebenfalls in einer Kassette im Vollspulenmagazin gesammelt. Somit können bis zu zwölf Leer- und Vollspulen je Kassette einfach durch den Werker transportiert werden. Das einzelne Einführen und Entnehmen jeder Spule entfällt, wodurch der Rüstaufwand erheblich reduziert wird.
Zusätzlich werden alle Leerspulen automatisch vermessen, um Rundlauf, Abmessungen und Formtoleranzen zu überprüfen. Nur einwandfreie Spulen gelangen in die Produktion – ein essenzieller Faktor bei der Verarbeitung feinster Drähte. Fehlerhafte Spulen werden automatisch ausgeschleust. Die geprüfte Spule wird automatisch der Wickelstelle zugeführt.
Dann folgt der entscheidende Technologiesprung:
Das System bindet das Drahtbündel vollautomatisch auf der Spule an – ohne Klemmring, ohne Modifikation und ohne Bedienereingriff.
Nach Abschluss des Wickelprozesses erfolgen:
– automatisches Schneiden des Drahtes
– vollständige Kennzeichnung der Spule (Label, Barcode, Chargeninformationen etc.)
Damit wird die Rückverfolgbarkeit gemäß industriellem und medizintechnischem Standard sichergestellt.
Die fertigen Spulen werden kontrolliert im Vollspulenmagazin abgelegt und stehen zur Weiterverarbeitung oder zum Abtransport bereit.
Komplementiert wird der vollautomatische Prozess durch das bekannte Mehrfachabwickelsystem von Kurre Systems, um die aus mehreren Einzeldrähten bestehenden Fachungen herstellen zu können.
Kurre freut sich darauf den Fachbesuchern der „wire 2026“ alles über die Sondermaschinen für „Steeger“-Spulen vorzustellen.
wire 2026, Halle 10 Stand C 18
Kurre Systems
Industriestraße 5
26683 Saterland-Ramsloh
Ansprechpartner ist Thorsten Wilde
Tel.: +49 4498 9250-120
thorsten.wilde@kurre-systems.de




