22.04.26 – Haupttreiber der Exportentwicklung – der gemeinsame europäische Binnenmarkt

Deutsche Elektroexporte ziehen im Februar noch kräftig an

Im Februar 2026, dem Monat vor Ausbruch des Iran-Kriegs, konnten die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie kräftig zulegen: Sie stiegen hier im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 % auf wertmäßige 21,3 Mrd. Euro.

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Die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in den EU-Markt legten im Februar 2026 um ein Fünftel (+ 19,5 %) auf 11,4 Mrd. Euro zu. © Destatis/ZVEI

 
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Im Zeitraum von Januar bis Februar 2026 schließlich gaben die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in Drittländer insgesamt um 1,7 % auf 19,3 Mrd. Euro nach. © Destatis/ZVEI

 
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„Damit lagen die Branchenausfuhren seit geraumer Zeit auch absolut mal wieder höher als die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland, die im gleichen Monat nur um 5,4 % auf 21,1 Mrd. Euro anzogen”, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

In den beiden ersten Monaten dieses Jahres erhöhten sich die aggregierten Elektrolieferungen ins Ausland um 6,6 % auf 43,4 Mrd. Euro. Die Importe rückten in diesem Zeitraum um 2,9 % auf 44,7 Mrd. Euro vor.

“Haupttreiber der jüngsten starken Exportentwicklung war erneut der gemeinsame europäische Binnenmarkt”, so Gontermann. So legten die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in den EU-Markt im Februar 2026 um ein Fünftel (+ 19,5 %) auf 11,4 Mrd. Euro zu.

Außergewöhnlich hoch waren die Zuwächse im Geschäft mit Polen und Schweden – mit plus 39,2 % auf 1,2 Mrd. Euro bzw. plus 30,4 % auf 461 Mio. Euro. Auch die Ausfuhren nach Rumänien (+ 26,5 % auf 529 Mio. Euro), Spanien (+ 26,0 % auf 893 Mio. Euro), Italien (+ 21,9 % auf 1,1 Mrd. Euro) und Tschechien (+ 21,8 % auf 1,0 Mrd. Euro) legten im Februar stark gegenüber Vorjahr zu.

Ebenfalls zweistellig wuchsen die Exporte in die Niederlande (+ 17,8 % auf 1,3 Mrd. Euro), nach Ungarn (+ 16,7 % auf 718 Mio. Euro), in die Slowakei (+ 14,9 % auf 260 Mio. Euro) und nach Dänemark (+ 13,1 % auf 392 Mio. Euro). Die Lieferungen nach Portugal (+ 9,9 % auf 214 Mio. Euro), Frankreich (+ 9,5 % auf 1,3 Mrd. Euro), Österreich (+ 7,2 % auf 869 Mio. Euro) und Belgien (+ 3,5 % auf 452 Mio. Euro) lagen im Februar ebenfalls im Plus.

In den ersten beiden Monaten dieses Jahres erreichten die deutschen Elektroexporte in die EU insgesamt einen Wert von 24,1 Mrd. Euro (+15,1%).

Die Branchenlieferungen in die Länder außerhalb der EU ließen im Februar 2026 hingegen nach: Wiederum gegenüber Vorjahr verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hier einen leichten Rückgang um 0,6 % auf 9,9 Mrd. Euro Euro.

Während die Elektroexporte in die Türkei (+ 27,9 % auf 419 Mio. Euro), nach Malaysia (+ 14,7 % auf 231 Mio. Euro), in die Schweiz (+ 13,7 % auf 736 Mio. Euro), nach Mexiko (+ 8,6 % auf 292 Mio. Euro), Südkorea (+ 1,6 % auf 257 Mio. Euro) sowie auch noch nach UK (+ 0,1 % auf 842 Mio. Euro) zulegen konnten, waren im Geschäft mit Singapur (- 3,9 % auf 155 Mio. Euro), Hongkong (- 14,6 % auf 157 Mio. Euro), dem diesjährigen Partnerland der Hannover-Messe Brasilien (- 17,1 % auf 134 Mio. Euro), den Vereinigten Arabischen Emiraten (- 19,3 % auf 143 Mio. Euro), Taiwan (- 21,9 % auf 242 Mio. Euro) und Japan (- 34,1 % auf 248 Mio. Euro) teilweise deutliche Rückgänge hinzunehmen.

“Die Lieferungen in die USA und nach China entwickelten sich im Februar erneut entgegengesetzt”, sagte Gontermann. “Während die Elektroexporte in die Vereinigten Staaten mit einem Minus von 11,6 % auf 1,9 Mrd. Euro erneut rückläufig waren, konnten sich die Lieferungen ins Reich der Mitte weiter stabilisieren und hier um 3,0 % auf 1,8 Mrd. Euro vorrücken.”

Im Zeitraum von Januar bis Februar 2026 schließlich gaben die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in Drittländer insgesamt um 1,7 % auf 19,3 Mrd. Euro nach.

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