25.06.26

Deutsche Elektroexporte bleiben vorerst auf Wachstumskurs

Im April hat der Nahost-Konflikt dem deutschen Elektro-Außenhandel noch nichts anhaben können. So entwickelten sich die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in diesem Monat weiter beschleunigt positiv: Sie stiegen um 9,5 % gegenüber Vorjahr auf 22,0 Mrd. Euro.

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Das Exportplus war auch im April dieses Jahres getrieben von Geschäften innerhalb des EU-Binnenmarkts. © ZVEI

 
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Auch die Einfuhren elektrotechnischer und elektronische Erzeugnisse nach Deutschland haben sich im April 2026 erhöht. © ZVEI

 
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In den zusammengenommenen ersten vier Monaten dieses Jahres beliefen sich die Branchenlieferungen insgesamt auf 91,5 Mrd. Euro – ein Plus von 8,3 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert.

Auch die Einfuhren elektrotechnischer und elektronische Erzeugnisse nach Deutschland haben sich im April 2026 erhöht. Sie legten um 7,1 % auf 23,1 Mrd. Euro zu. Kumuliert von Januar bis April erreichten Sie einen Wert von 94,7 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 5,6 % gegenüber Vorjahr entspricht.

„Anders als in den jüngeren Vorjahren haben sich die deutschen Elektroexporte im bisherigen Jahresverlauf 2026 wertmäßig wieder besser entwickeln können als die Importe“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Zuletzt war das 2023 der Fall.”

Das Exportplus war auch im April dieses Jahres getrieben von Geschäften innerhalb des EU-Binnenmarkts. Die Ausfuhren hierhin stiegen um 15,3 % gegenüber Vorjahr auf 11,7 Mrde. Euro.

Die Exporte nach Polen (+ 33,1 % auf 1,3 Mrd. Euro), Schweden (+ 32,2 % auf 504 Mio. Euro) und Tschechien (+ 29,2 % auf 1,1 Mrd. Euro) wuchsen jeweils um annähernd ein Drittel. Auch bei den Lieferungen nach Italien (+ 17,9 % auf 1,1 Mrd. Euro), in die Niederlande (+ 16,5 % auf 1,4 Mrd. Euro), nach Frankreich (+ 14,6 % auf 1,3 Mrd. Euro), Ungarn (+ 14,5 % auf 698 Mio. Euro) und Rumänien (+ 14,0 % auf 502 Mio. Euro) ging es zweistellig rauf. Die Exporte nach Portugal (+ 9,8 % auf 207 Mio. Euro), in die Slowakei (+ 9,6 % auf 272 Mio. Euro), nach Dänemark (+ 6,3 % auf 272 Mio. Euro), Belgien (+ 3,8 % auf 470 Mio. Euro) und Österreich (+ 2,6 % auf 899 Mio. Euro) lagen ebenfalls deutlich im Plus. Dagegen sanken die Lieferungen nach Spanien im April um 4,9 % auf 848 Mio. Euro.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres erhöhten sich die deutschen Elektroexporte in die EU um 16,3 % gegenüber Vorjahr auf einen Gesamtwert von 50,7 Mrd. Euro.

Die Branchenlieferungen in Länder außerhalb der EU stiegen im April mit plus 3,7 % auf 10,3 Milliarden Euro erneut weniger dynamisch als jene in die EU.

Zweistellige Zuwächse verzeichneten zwar die Exporte nach Malaysia (+ 19,6 % auf 241 Mio. Euro), in die Schweiz (+ 11,5 % auf 734 Mio. Euro), nach UK (+ 11,3 % auf 824 Mio. Euro) und Hongkong (+ 11,2 % auf 203 Mio. Euro). Auch die Ausfuhren nach Südkorea (+ 9,4 % auf 279 Mio. Euro), Japan (+ 7,8 % auf 243 Mio. Euro), Singapur (+ 7,3 % auf 158 Mio. Euro), Brasilien (+ 5,3 % auf 161 Mio. Euro) und Mexiko (+ 5,0 % auf 274 Mio. Euro) legten deutlich zu. Die Lieferungen nach Taiwan (- 8,6 % auf 261 Mio. Euro), in die Vereinigten Arabischen Emirate (- 13,1 % auf 136 Mio. Euro) und in die Türkei (- 19,2 % auf 335 Mio. Euro) lagen dagegen erheblich unter Vorjahr.

„Was die Exporte in unsere beiden größten Abnehmerländer anbelangt, hat sich der Trend der letzten Monate im April umgekehrt”, so Gontermann. „Die Geschäfte mit den USA haben erstmals seit einem Jahr wieder angezogen, und zwar um 8,2 % auf 2,3 Mrd. Euro. Mit China musste dagegen jetzt ein Rückgang um 5,4 % auf 1,9 Mrd. Euro hingenommen werden.”

Von Januar bis April schließlich stagnierten die Elektroausfuhren in die Gruppe der Drittländer annähernd (+ 0,4 % auf 40,8 Mrd. Euro).

www.zvei.org