06.02.26 – 16. Kongress Stanztechnik
Sind KI, Automatisierung und neue Werkstoffe Stanz-Booster?
Der 16. Kongress Stanztechnik betrachtet im April in Dortmund die Zukunft der Branche anhand der Schwerpunkte KI, Automatisierung und Werkstoffe.
Unter dem Motto „Quo Vadis Stanztechnik?" rückt das Programm drei fachspezifische Hauptthemen in den Fokus: „ChatGPT als Booster: Sprachmodelle für die Stanztechnik", „Smart Production Lines: Intelligente Automatisierungslösungen" und „Werkstoffe im Wandel: leistungsstark – langlebig – nachhaltig".
Die Fach- und Netzwerkveranstaltung findet am 20. und 21. April 2026 im Kongresszentrum der Westfalenhallen Dortmund statt. Erwartet werden über 200 Fachleute und Interessenten aus Stanztechnik, Umformtechnik und Werkzeugbau sowie angrenzenden Bereichen der Blechumformung. Begleitet wird die Veranstaltung traditionell von einer praxisnahen Fachausstellung mit mehr als 30 namhaften Unternehmen, die Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Stanztechnik präsentieren. Das Thema „Werkstoffe im Wandel – leistungsstark, langlebig, nachhaltig“ stellt neue Entwicklungen bei Werkzeugstählen, Hartmetallen sowie Elektroblechen in den Vordergrund.
Smarte Maschinensteuerungen
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr.-Ing. Wolfram Volk (Technische Universität München und Fraunhofer IGCV) stehen am ersten Tag Vorträge zu intelligenten Automatisierungslösungen auf dem Plan. Simon Gautschi von der Bruderer AG stellt neue Generationen von Maschinensteuerungen für eine zukunftssichere Automatisierung der Stanzanlage vor. Christian Maurer (Feintool International Holding AG) beleuchtet die Umform-Simulation als Schlüsseltechnologie zur Herstellung metallischer Bipolarplatten.
Sven Porepp (PlockControl GmbH) präsentiert mit PlockMetamorphosis „den nächsten Evolutionsschritt als Brücke zum virtuellen Experten“. Angelo Castrignano (Schürholz Stanztechnik GmbH & Co. KG) und Christian Franke (Otto Bihler Maschinenfabrik GmbH & Co. KG) zeigen Mut zu optimierten Produktionsverfahren für bessere Performance und geringere Kosten.
Einblicke in den Werkzeugbau der Zukunft mit Simulation, KI und Automatisierung im Stanzbereich geben Dr. Luca Hornung (Stampack GmbH) und Markus Peter (Hirschmann Automotive Freyung GmbH). Anschließend referiert Dr. Christoph Hartmann von der Technischen Universität München über den Weg von Daten zu Ursache-Wirkungs-Ketten in mehrstufigen Prozessen. Samuel Wolf (Vapic GmbH) veranschaulicht im letzten Vortrag des Tages, wie smarte Lösungen bei der Automatisierung und Teilereinigung den Produktionsfluss stärken. Den Abschluss des ersten Tages bildet traditionell die gemeinsame Abendveranstaltung – ideal für das Networking in entspannter Atmosphäre.
Booster für die Stanztechnik
Der zweite Tag startet mit dem fachübergreifenden Programmteil zu KI-Sprachmodellen. Prof. Dr. Mario Trapp, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme IKS, beleuchtet in seinem Vortrag „LLMs: Mythos und Wahrheit. Chancen und Risiken" die Potenziale und Herausforderungen von Large Language Models. Die anschließende Podiumsdiskussion dreht sich ebenfalls um das Thema Sprachmodelle für die Stanztechnik. Nachmittags folgen Vorträge zu innovativen Werkstoffen und deren Einsatz in der Stanztechnik. Maximilian Voigt (Ceratizit Hard Material Solutions S.à r.l.) zeigt den optimalen Einsatz von Hartmetall im Werkzeugbau auf. Danach präsentiert Michael Zeitz (Meusburger Georg GmbH & Co KG) neueste Entwicklungen bei pulvermetallurgischen Stählen und erläutert, wie die richtige Stahlauswahl zum Erfolg führt.
Die Zukunftstrends und Anforderungen der Elektromobilität vom Elektroband zum Stanzpaket skizziert Dr. Benedikt Schauerte (Thyssenkrupp Steel Europe AG). Auf ihn folgen Dr. Nils Wulbieter und Dr. Alf Schürmann (Voestalpine High Performance Metals Deutschland GmbH). Sie beschließen die Tagung mit ihrem Vortrag zu Premium-Werkzeugstählen für die Stanztechnik und „Nachhaltigkeit durch Performance“.



