22.06.26 – Vier Herausforderungen und praxiserprobte Lösungen
Zuverlässige Drahtprüfung mit Universalprüfmaschinen
Zugversuche an Drähten sind essenziell, aber praxisnah herausfordernd. Der folgende Beitrag zeigt vier typische Problemfelder von Einspannen bis Normkonformität und praxiserprobte Lösungen mit Universalprüfmaschinen, passenden Spannzeugen, optischer Dehnungsmessung und Prüfsoftware von Hegewald+Peschke.
Zugversuche sind das zentrale Prüfverfahren zur Bestimmung der mechanischen Eigenschaften von Drähten. Sie liefern entscheidende Kennwerte wie Zugfestigkeit, Streckgrenze und Bruchdehnung und bilden die Basis für Qualitätsbewertungen in vielen Normen und Anwendungen. In der Praxis ist die Drahtprüfung jedoch mit Herausforderungen verbunden, die die Aussagekraft der Ergebnisse beeinträchtigen können.
Mit einem gut konfigurierten Prüfsystem von Hegewald+Peschke, bestehend aus der Prüfmaschine inspekt mit Prüfsoftware LabMaster, dem passenden Spannzeug und moderner optischer Dehnungsmessung, lassen sich diese Herausforderungen zuverlässig meistern.
Herausforderung 1: Einspannen
Drähte haben kleine Querschnitte und hohe Festigkeiten, was das Einspannen erschwert. Hohe Kräfte wirken auf eine kleine Fläche des Spannmittels, sodass ungeeignete Spannzeuge die Drähte quetschen und Kerbwirkungen im Einspannbereich verursachen. Dies führt zu Klemmbrüchen oder Rutschen der Proben, die die Messungen unbrauchbar machen. Spezialisierte pneumatische oder mechanische Kurvenprobenhalter steuern die Klemmkraft sanft über eine Kraftabbaukurve. Auch Keilspannzeuge mit verlängerten Spannbacken reduzieren die lokale Kerbwirkung, da sie die Spannkraft sanfter in die Probe einleiten. Hydraulische Spannzeuge ermöglichen zusätzlich ein rutschsicheres Einspannen, selbst bei hohen Lasten.
Herausforderung 2: Einspannausrichtung
Ein weiteres Problemfeld ist die Einspannausrichtung. Exzentrisches Einspannen führt zu Biegeanteilen und verfälschten Kennwerten. Zentrische, symmetrische Aufnahmen und fein justierbare, synchronisierte Spannsysteme sorgen für eine gleichmäßige Kraftverteilung.
Herausforderung 3: Dehnungsmessung
Die Dehnungsmessung an Drähten ist wegen der geringen Auflageflächen anspruchsvoll. Klassische taktile Dehnungsmessgeräte stoßen bei sehr dünnen oder verwundenen Proben an ihre Grenzen. Berührungslose Extensometer zur Dehnungsmessung gewährleisten normkonforme, reproduzierbare Ergebnisse selbst bei anspruchsvollen Proben. Optische Extensometer, wie das Videoextensometer ONE1 bieten klare Vorteile, weil sie berührungslos messen und so auch außermittige Probenbrüche innerhalb des Dehnmessbereiches legen und auswerten können. Die Ein- oder Mehr-Kamera Systeme erfassen zuverlässig und normkonform alle relevanten Kennwerte wie Elastizitätsmodul, Streck- und Dehngrenze sowie Bruchdehnung.
Herausforderung 4: normgerechte Durchführung
Prüfsoftware und Messdatenerfassung müssen die Normvorgaben exakt abbilden. Die Prüfsoftware LabMaster bietet alle erforderlichen Funktionen für den Zugversuch an metallischen Drähten, die häufig nach DIN EN ISO 6892 1 durchgeführt werden. Für bestimmte Leiterdrähte gibt DIN EN 60851 3 zudem konkrete Vorgaben zu Bruchdehnung und Zugfestigkeit. ;
Fazit: Die praxiserprobte Prüflösung von Hegewald+Peschke
Für eine zuverlässige Drahtprüfung müssen Maschinen, Spannzeug und Dehnungsmessung perfekt aufeinander abgestimmt sein. Hegewald+Peschke bietet mit modularen Universalprüfmaschinen mit intuitiver Prüfsoftware, erprobten Einspannsystemen und Videoextensometern Prüflösungen, die gezielt auf die typischen Herausforderungen der Drahtprüfung ausgelegt sind. So lässt sich die Qualität von Drähten dauerhaft und zuverlässig sichern.
Der Autor des Beitrags ist Tom Göpfert, Hegewald+Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH.
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