07.10.26 – Bruderer
Mit neuer Steuerung bis zu zwölf Achsen möglich
Mit der neuen Maschinensteuerung B3 lassen sich in Stanzautomaten künftig bis zu zwölf Servoachsen BSA betreiben. Das sind doppelt so viele wie bisher.
Die patentierte Technologie hat seit ihrer Markteinführung 2019 breiten Zuspruch erfahren. Sie führt zu mehr Prozesssicherheit, Produktivität und konstruktiver Freiheit im Werkzeugbau. So werden komplexere Werkzeuge realisierbar und mechanische Achsantriebe lassen sich durch flexible Servolösungen ersetzen.
Was die Technologie leistet
Die BSA-Achsen sind vollständig in die Maschinensteuerung integriert, Maschine, Vorschub und Achsen aus einer Hand, es gibt eine zentrale Bedienoberfläche sowie kombinierbare Überwachungsfunktionen für Drehmoment, Position und Gleichlauf. Hubzahlen von 450 auf 1000 Hübe/min sind möglich; höhere Durchlaufraten senken die Stückkosten direkt. Die Motoren liefern Drehmomente von 1 bis 125 Nm, optional mit Planetengetriebe oder als wassergekühlte High-Torque-Variante.
Funktionsklassen für unterschiedliche Aufgaben
Class 1 steuert drehzahlgeregelte Bearbeitungsmodule wie Hartmetallfräser oder Gewindeschneider unabhängig vom Maschinentakt.
Class 2 positioniert Stellachsen präzise von Punkt zu Punkt, etwa für automatisiertes Bandeinfädeln oder Bandführungskorrektur, was Einrichtzeiten reduziert.
Class 3 bildet das Kernstück: Hier steuern die Achsen den Bandtransport sowie Zuführ- und Abstapeleinheiten, Montage- und Querschieber, Auswerfer und Schleppfinger.
Patentierte Bandstraffung
Die werkzeugintegrierte Bandstraffung (beispielsweise über ein Stachelrad) oder ein nachrüstbares externes System hält das Band jederzeit straff. Empfohlen wird dies bei langen Werkzeugen, hohen Geschwindigkeiten und sehr dünnen Materialien (0,05 mm – 0,1 mm). Die Servoachsen sind automatisch und präzise auf die Winkelposition des Kurbeltriebs abgestimmt, wobei die Einstellung pro Werkzeug einmalig erfolgt.




