26.02.26 – T PROJECT 5.0

Digitale Prozessintelligenz für moderne Rohrfertigung

Insbesondere in der Rohrbiegetechnik steigen die Anforderungen an Präzision, Wiederholbarkeit und Flexibilität. Software wird dabei zum zentralen Baustein.

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„t project 5.0“ versteht sich nicht nur als Programmiersoftware, sondern als strategisches Steuerungsinstrument für die gesamte Rohrfertigung. © transfluid

 
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Batch Import – Visualisierung von Baugruppen inkl. aller Anbauteile für eine präzise Planung und Kontrolle bereits in der Konstruktionsphase. © transfluid

 
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Die Rohrbearbeitung erlebt aktuell einen tiefgreifenden Wandel. Automatisierung, digitale Prozessplanung und vernetzte Maschinen sind längst keine Zukunftsthemen mehr – sie bestimmen bereits heute die Realität in vielen Fertigungsbetrieben. Insbesondere in der Rohrbiegetechnik steigen die Anforderungen an Präzision, Wiederholbarkeit und Flexibilität. Software wird dabei zum zentralen Baustein für effiziente Abläufe und reproduzierbare Ergebnisse.

Der Systemanbieter für maßgeschneiderte Rohrbearbeitungslösungen, transfluid, hat mit der neuen Softwaregeneration „t project 5.0“ eine Antwort auf diese Herausforderungen geschaffen. Die Anwendung verbindet leistungsstarke Simulationsfunktionen mit intelligenten Analysewerkzeugen – und macht damit nicht nur den Weg zur perfekten Biegung kürzer, sondern auch planbarer und transparenter.

Mit t project 5.0 hat transfluid eine Plattform entwickelt, die weit über eine reine Programmiersoftware hinausgeht. Sie bildet den gesamten Biegeprozess digital ab, von der Konstruktion über die Simulation bis hin zur Produktionsvorbereitung. Dabei liegt der Fokus auf einer intuitiven Bedienung, maximaler Kompatibilität und hoher Performance auch bei komplexen Rohrgeometrien.

Die Software basiert auf einem modularen Konzept und lässt sich gezielt an unterschiedliche Maschinenkonfigurationen und Produktionsanforderungen anpassen. Neben der klassischen Windows-Applikation steht auch eine Cloud-basierte Variante zur Verfügung, die standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht. Der zentrale Leitsatz: „Mit weniger Prozessschritten zum fertigen Bauteil.“

Neu in Version 5.0 sind unter anderem:

  • ein vollständig überarbeiteter Tube Manager mit visualisierter Baugruppenverwaltung,

  • die Echtzeit-Taktzeitanalyse direkt aus der Maschinensteuerung,

  • ein leistungsstarker Simulator mit Easy-Teach-Funktion und intelligenter Kollisionslösung,

  • sowie die vollständige Offline-Programmierung komplexer Prozesse inklusive digitalem Zwilling.

Auch bei der Integration in bestehende Systemlandschaften zeigt sich die Software anschlussfähig: Schnittstellen zu ERP-, CAD- und BDE-Systemen sind standardmäßig vorhanden. Damit wird t project 5.0 zum digitalen Rückgrat moderner Rohrfertigung – mit klarer Ausrichtung auf Industrie 4.0.

Simulation, Analyse und Prozesssicherheit

Ein zentrales Element der Software ist der Digitale Zwilling. Er bildet sowohl das Bauteil als auch die reale Maschine inklusive Sonderausstattungen exakt ab. Prozesse können vollständig offline vorbereitet, geprüft und optimiert werden. Die Simulation erkennt potenzielle Kollisionen frühzeitig und unterstützt bei der automatisierten Lösungsfindung. Das reduziert Einrichtzeiten und erhöht die Prozesssicherheit deutlich. Die integrierte Echtzeit-Taktzeitanalyse greift auf reale Achsdaten aus der Maschinensteuerung zu. Bereits in der Angebotsphase lassen sich dadurch belastbare Aussagen zu Zykluszeiten treffen. Manuelle Anpassungen und Zusatzfunktionen werden berücksichtigt, wodurch Kalkulation und Produktionsplanung auf einer verlässlichen Datengrundlage erfolgen.

Strukturierte Daten und einfache Programmierung

Der überarbeitete Tube Manager fungiert als zentrale Steuerungsinstanz für Baugruppen, Einzelteile und Bearbeitungsschritte. Komponenten lassen sich strukturiert erfassen, visualisieren und verwalten. Leistungsfähige Filter- und Sortierfunktionen gewährleisten Übersichtlichkeit – auch bei komplexen Projekten. Mit Batch-Import-Funktionen können komplette Baugruppen direkt aus CAD-Systemen übernommen werden, beispielsweise via STEP-Datei. Ergänzend erleichtert die Easy-Teach-Funktion die Programmerstellung und unterstützt insbesondere bei zeitkritischen Projekten.

Vor Produktionsstart überprüft die Software automatisch sicherheitsrelevante Werkzeugeinstellungen. Kritische Situationen werden erkannt und grafisch aufbereitete Lösungsvorschläge bereitgestellt. Dadurch lassen sich Risiken minimieren, bevor das erste Bauteil gefertigt wird.

Vernetzung, Wartung und Zukunftsfähigkeit

t project 5.0 ist konsequent auf vernetzte Produktionsumgebungen ausgelegt. Maschinen, Werkzeuge und Peripherie lassen sich systematisch integrieren. In automatisierten Fertigungszellen analysiert die Software Abläufe in Echtzeit und synchronisiert Bewegungsachsen, um Stillstandzeiten zu reduzieren und die Produktivität zu steigern. Darüber hinaus ermöglichen integrierte Analysefunktionen eine zustandsbasierte Wartung. Betriebsparameter wie Achskräfte oder Temperaturwerte werden überwacht, Abweichungen frühzeitig erkannt und Wartungsempfehlungen abgeleitet. Das erhöht die Anlagenverfügbarkeit und reduziert ungeplante Stillstände. Die modulare Architektur erlaubt individuelle Erweiterungen und projektspezifische Anpassungen. Regelmäßige Updates sichern die Weiterentwicklung innerhalb der jeweiligen Version.

Fazit

t project 5.0 versteht sich nicht nur als Programmiersoftware, sondern als strategisches Steuerungsinstrument für die gesamte Rohrfertigung. Konstruktion, Produktion und Wartung greifen auf eine gemeinsame, konsistente Datenbasis zu. Die digitale Abbildung von Bauteil, Maschine und Prozess schafft Transparenz, reduziert Ausschuss und steigert die Effizienz nachhaltig. Damit wird Software zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor in der modernen Rohrbearbeitung.

www.transfluid.de