13.12.22 – E-Lkw-Bau

Neues Graepel-Projekt mit Iveco und Nikola

Die Fahrzeugsparte bei Graepel wächst weiter, jetzt kommen auch E-Trucks hinzu: Zusammen mit Iveco werden Akku-Panele für den „Tre Bev“ von Nikola entwickelt und gefertigt, den ersten Serien-Lkw mit Batterieantrieb.

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Die Produktion des E-Lkw „Tre Bev“ dreht Nikola ab 2023 mit Partnern aus Deutschland auf. © Nikola

 

Die Zielmenge liegt bei rund 100 000 Einheiten, heißt es von Graepel. Zahlreiche Fahrzeuge wurden bereits ausgeliefert, weitere stehen in den Auftragsbüchern. Berichten zufolge soll die Produktionskapazität in 2023 auf über 20 000 Einheiten jährlich steigen. Der Stammsitz von Nikola befindet sich in Arizona/USA.

Als starken Partner haben die Amerikaner den Fahrzeugbauer Iveco an Bord geholt, mit dem die Nikola Iveco Europe GmbH in Ulm gegründet wurde. Dort soll der Tre Bev und möglicherweise weitere Modelle für den Zielmarkt Europa gefertigt werden. Der Tre ist das dritte (italienisch: tre) Fahrzeugprojekt des 2015 gegründeten Herstellers mit 900 Beschäftigten, BEV steht für Battery Electric Vehicle. Die dreiachsige Sattelzugmaschine basiert auf dem „Iveco S-Way“, den die Italiener in Madrid herstellen. Weitere Modelle mit größerer Reichweite sind in Planung.

Der Anteil von Graepel an dem Projekt ist im Sinne des Wortes offensichtlich: Neun massive Panele bekleiden einen Großteil des Fahrgestells hinter der Kabine. Darunter liegen die Batteriecontainer. Gefertigt werden die Abdeckungen aus Aluminium mit rutschhemmender Prägung, eine Spezialität von Graepel. Dadurch sind sie besonders formstabil, sodass sie auch als mechanisches Schutzelement für den sensiblen Hochstrombereich des Fahrzeugs fungieren. Für die Produktion hat Graepel in Lochwerktechnologie investiert und spezielle Presswerkzeuge im eigenen Werkzeugbau hergestellt.

www.graepel.de