06.10.26 – Trumpf

Schneller zum fertigen Teil mit KI-gestützter Laserschweißzelle

Mit der neuen TruLaser Weld 3000 präsentiert Trumpf eine kompakte Roboter-Laserschweißzelle, die sich durch KI deutlich schneller programmieren lässt und zugleich wenig Platz benötigt.

TruLaser-Copyright-Trumpf.jpg

© Trumpf

 
TruLaser-Copyright-Trumpf.jpg

© Trumpf

 

„Die TruLaser Weld 3000 verschafft insbesondere Unternehmen Wettbewerbsvorteile, die hochwertige Blechbaugruppen und Gehäuse in Kleinserien mit hoher Variantenvielfalt fertigen. Sie ermöglicht stabile Prozesse, kurze Durchlaufzeiten und damit eine hohe Flexibilität in der Fertigung“, sagt Moritz Berger, Produktmanager bei Trumpf .

Doppelt so schnell vom CAD-Modell zum fertigen Programm

 Die neue TruLaser Weld 3000 lässt sich klassisch an der Maschine oder mit der Software TruTops Weld, beispielsweise vom Büro aus, „offline“ programmieren. Besonders bei häufig wechselnden Bauteilen ist dies vorteilhaft: Mitarbeiter erstellen neue Programme am Rechner, während die Maschine weiter produziert. Zudem entstehen die Schweißprogramme auf Basis von CAD-Daten deutlich schneller als bei der herkömmlichen Programmierung. Mit der Funktion „TeachLine Touch“ lassen sich anschließend kleine Abweichungen korrigieren. Schweißpunkte lassen sich durch einfaches Tippen auf dem Maschinenbildschirm an die richtige Position verschieben. Die Programmier- und Einrichtezeit reduziert sich dabei um bis zu 50 %. Noch einfacher gelingt die Korrektur mit der Funktionserweiterung „TeachLine AI“. Hierbei erkennt ein KI-basiertes Verfahren die Abweichungen der Schweißpunkte und korrigiert die Roboterbahn entsprechend der realen Bauteilsituation. So lässt sich die Anlage schneller für neue Bauteile einrichten. Ein weiterer Vorteil: Auch weniger erfahrene Mitarbeiter können die Laserschweißzelle bedienen.

Kleinere Schweißoptik erweitert das Teilespektrum

 Eine neu entwickelte, rund 40% kleinere Schweißoptik erweitert den Einsatzbereich der TruLaser Weld 3000. Dank der kompakten Bauweise erreicht der Schweißroboter auch schwer zugängliche Bereiche im Bauteil, beispielsweise die Innenräume tiefer Gehäuse, Kisten oder Boxen. Anwender können dadurch ein größeres Teilespektrum automatisiert fertigen und manuelle Nacharbeiten reduzieren. Für Prozessstabilität und Nahtqualität setzt Trumpf auf bewährte Laserschweißtechnologien. Dazu zählt BrightLine Scan, eine Kombination aus Hochfrequenz-Scanner und einer motorischen Fokusverstellung. Sie sorgt für eine höhere Spaltüberbrückung von bis zu 0,4 mm und breiteren Schweißnähten zum besseren Toleranzausgleich. Die Funktion BrightLine Weld verteilt die Laserleistung auf einen Innen- und Außenkern im Laserlichtkabel, was insbesondere beim Tiefschweißen Spritzer reduziert und für hochwertige Ergebnisse sorgt. Für größere Spalte bis ca. 1,5 mm oder Werkstoffe, die Schweißzusatz benötigen, kombiniert FusionLine den Laser mit Zusatzdraht zur gezielten Materialeinbringung.

Wenig Aufstellfläche, viel Flexibilität

 Die Schutzkabine der TruLaser Weld 3000 bringt eine Aufstellfläche von 3,65 m x 3,65 m mit und ist damit rund 24 % kleiner als die kleinste Ausführung der TruLaser Weld 5000. Somit ist die Laserschweißzelle ideal für beengte Produktionsumgebungen. Trotz der kompakten Bauweise kann die Maschine Bauteile in Paletten-Größe bearbeiten. Möglich macht dies ein KUKA Iontec Roboter mit 2100 mm Reichweite und neuester Steuerungsgeneration. Zum Ausrichten der Bauteile kann der Anwender zwischen einem klassischen Schweißtisch, einem Dreh-Kipp-Positionierer oder einem kompakten Rotationswechsler für hauptzeitparalleles Be- und Entladen wählen.

Mit einer Laserleistung von 3 kW oder 4 kW schweißt die TruLaser Weld 3000 Edelstahl und Baustahl bis zu 8 mm sowie Aluminium bis 6 mm Materialdicke. Typische Einsatzfelder sind der Geräte- und Anlagenbau, Blechbauteile für Rechenzentren, die Medizintechnik oder die Küchen- und Lebensmittelindustrie.

www.trumpf.com

Euroblech: Halle 11 Stand B70, B94