11.09.20 – Inline-Lasermesssystem

100-%-Kontrolle in der Rohrproduktion

Das „Tube End Check“ ist ein laserbasiertes Messsystem von LAP für das Erfassen von Rohrendgeometrien. Mit Sensoren, die an einem Roboterarm montiert sind, misst es im Takt der Produktion die gesamte Geometrie des Rohrendes und ermöglicht so die Kontrolle jedes Bauteils.

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Die Innen- und Außenkontur werden mit Lasertriangulationssensoren gemessen, die Wanddicke ermittelt das System aus dem Vergleich des Innen- und Außenprofils. © LAP

 

Ausgelegt ist Tube End Check als modulares System, das sich nach den Anforderungen des Anwenders konfigurieren lässt. Je nach Ausstattung misst es den Innen- und Außendurchmesser, die Wanddicke und Ovalität, die Ausprägung der angearbeiteten Fasen und die Rechtwinkligkeit des Sägeschnittes. Entwickelt wurde es für den Einsatz in der Adjustage und die Endkontrolle nahtloser oder geschweißter Rohre mit einem Außendurchmesser von bis zu 1500 mm.

Mit der Integration in den Produktionsablauf kann das Inline-System manuelle Offline-Kontrollen überflüssig machen, die oft nur einem Teil der Rohre erfassen. Die 100-%-Kontrolle wiederum gestattet eine eindeutige Dokumentation der Rohrqualität – beispielsweise nach den Normen des American Petroleum Institute. Dabei identifiziert das System alle Rohre, die nicht die Spezifikationen erfüllen, sodass sich Folgekosten vermeiden, aber auch Rückschlüsse auf relevante Produktionsparameter vornehmen lassen.

Gemessen werden die Innen- und Außenkontur mit Lasertriangulationssensoren, die Wanddicke ermittelt das System aus dem Vergleich des Innen- und Außenprofils. Mit einem optionalen Lichtschnittsensor lässt sich zudem die Rechtwinkligkeit des Rohrendes und die Kontur der angearbeiteten Rohrfasen bestimmen. Weil der Roboter in mehreren Achsen beweglich ist, kann das System beim Längs- und Quertransport von Rohren genutzt werden. Werden beim Quertransport zwei Roboter verwendet, lassen sich das vordere und hintere Rohrende zeitgleich vermessen. Die für den Messzyklus an beiden Enden benötigte Zeit liegt deutlich unter der Rohr-zu-Rohr-Folgezeit der Produktionslinie. Die Messergebnisse werden grafisch auf dem Steuerstand angezeigt. So kann das Bedienpersonal bei Erreichen vorgegebener Toleranzschwellen direkt eingreifen und bei Bedarf eine Nachbearbeitung der Rohrenden veranlassen.

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