12.10.26 – JFY auf der Euroblech
Lasern, Biegen und Stanzen in einem Klick
Die Euroblech 2024 war der offizielle Start für JFY in Europa. Mittlerweile ist das Unternehmen mit 15 zertifizierten Partnern in 23 Ländern aktiv.
Florian Schaede, Managing Director JFY Europe: „Trotz erheblichem Wettbewerb spüren wir, dass unsere Differenzierung geschätzt wird und sich Kunden genau deshalb für JFY entscheiden. Wenn Arbeitsvorbereitung und Programmierung effizienter ablaufen, kann man sich viel besser auf das eigentliche Produzieren sowie die Kundenakquise konzentrieren.“ © JFY International
Zwei Jahre nach dem Europa-Debut präsentiert JFY International auf der Euroblech 2026 drei neue Maschinenlinien, eine integrierte CAD/CAM-Plattform und ein Modell, das speziell den Mittelstand adressiert. Wer auf der Euroblech die Hallen der Blechbearbeitungsmaschinen durchläuft, begegnet einem vertrauten Bild: eine lange Reihe Maschinenhersteller, mit ähnliche Anmutungen. Mittendrin: JFY International.
Drei neue Produktlinien – ein roter Faden
Auf der Euroblech 2026 präsentiert JFY je eine neue Generation in allen drei Technologiebereichen. Im Laserschneiden debutiert die BFC+ NXT mit TRUMPF TruFiber-Laserquelle und DualRange-Schneidkopf – ergänzt durch die hauseigene Steuerung TJS CUT auf Basis westlicher Eckelmann-Hardware. Die Maschine wechselt ohne Parameterdiskussionen zwischen 1 mm Edelstahl und 25 mm Baustahl. Dank der intuitiven Bedienoberfläche der Steuerung sind auch neue Mitarbeiter innerhalb weniger Stunden produktionsfähig.
Im Biegen kommt das Flaggshiff der neuen TPM Serie: die TPM+ L mit 45 % mehr Hub und 20 % mehr Einbauhöhe gegenüber dem Vorgänger – große Schachtelhöhen und tiefe Bauteile ohne Segmentwechsel werden somit möglich. Der Servoantrieb reduziert den Energieverbrauch um rund 40 %.
Als dritte Säule betritt mit der MT+300E erstmals eine Revolverstanzmaschine das JFY-Portfolio: 38 Stationen, servo-elektrisch, FANUC CNC, ±0,1 mm Genauigkeit. Gezielt positioniert für Serverracks und Schaltschrankbau – ein Segment, das durch den globalen KI-Boom strukturell wächst.
Laser, Biegen und Stanzen in einem Klick
Die weitreichendste Ankündigung ist kein Maschinenmodell, sondern die Softwarestrategie. JFY Plus verbindet erstmals alle drei Technologien in einem integrierten One-Core-Workflow: Ein Bauteil, das geschnitten oder gestanzt und anschließend gebogen wird, lässt sich in einem einzigen Programmiervorgang vollständig bearbeiten – inklusive automatischer Sequenzoptimierung, Nestingberechnung zur Materialeinsparung und Kollisionsprüfung. Die nachgewiesene Zeitersparnis: unter fünf Minuten zu den fertigen Programmen statt in einer Stunde. Der Ausschuss sinkt durch übergreifende Programmierung, die auch die vorhandenen Biegewerkzeuge berücksichtigt, um bis zu 50 %. Auf der Messe können Besucher den gesamten Workflow an einem Software-Kiosk live erleben.
Software-Modell
Maschine plus Software plus Werkzeuge plus lokaler Service durch starke Partner vor Ort beim Kunden – ist die eigentliche Botschaft des Messeauftritts. JFY navigiert bewusst den Raum zwischen preisaggressivem Wettbewerb und westlichem Preis-Leistungs-Anbieter: Produktionstechnologie mit TRUMPF-Komponenten, CE-Zertifizierung als gelebter Standard, ein europäisches Partnernetz mit echter Servicetiefe.
Praxisbeispiel
Wie der JFY-Fertigungsverbund in der Praxis funktioniert, zeigt MetalCut Interior aus dem Münsterland. Geschäftsführer Sven Spicker fertigt Metallkunst und individuelle Blechobjekte – von Edelstahl-Wandbildern bis zu dekorativen Einzelstücken für Hochzeiten – und hat die Laserfertigung mit einer eigenen JFY-Maschine erfolgreich ins Haus geholt.
„Die JFY Lasermaschine hat mir ermöglicht, meine Produktion zuverlässig in das eigene Haus zu holen. Ich kann heute schneller reagieren, Kosten kontrollieren und die Qualität direkt beeinflussen. Was den wesentlichen Unterschied macht, ist der Draht zu I-H&S: kurze Wege, ehrliche Antworten und ein Team, das wirklich ans Telefon geht“, sagt Sven Spicker, Geschäftsführer MetalCut Interior, Stadtlohn
Von vier Pilotmärkten zu 23 Ländern
Die Euroblech 2024 war JFYs offizieller Einstand in Europa – damals mit vier Pilotländern, wenigen ausgewählten Partnerschaften. Heute ist das Unternehmen mit 15 zertifizierten Partnern in 23 Ländern aktiv, von der Iberischen Halbinsel bis nach Skandinavien und Osteuropa. Parallel entstanden ein zentrales Ersatzteillager und ein Second-Level-Service-Hub in Ungarn.
Euroblech: Halle 13, E112



