30.12.25 – Trumpf-Dickblechnibbler
Handschuhe an, Gehörschutz auf: „Weg ist der Tank!“
Seit 30 Jahren demontiert Tankbau Willberger Tanks in Häusern und Industriegebäuden. Beim Abbruch spielen Dickblechnibbler eine entscheidende Rolle
... Geschäftsführer Christian Willberger hebt vor allem das TruTool N 700 hervor: „Dieser Nibbler ist unglaublich flexibel einsetzbar und amortisiert sich bei unserer Schlagzahl innerhalb weniger Wochen.“ Ob ein Stahltank mehr als 100.000 Liter oder nur 1000 Liter fasst, spielt für die Tankbau Willberger keine Rolle. Das Prinzip bei der Demontage: Zuallererst wird die Baustelle eingerichtet. Das heißt: Fahrzeuge zum Abtransport werden platziert, Abdeckvliese verlegt und etwaig vorhandene Fenster geöffnet. Dann gilt es, den Tank zu öffnen, alle Leitungen zu entfernen, die vorhandenen Restflüssigkeiten abzupumpen und den kompletten Tank mit Bindemittel zu reinigen. Im Anschluss beginnt die eigentliche Demontage, und am Ende wird das Gebäude besenrein verlassen.
Dauerbrenner Tankzerlegung
Für die im oberbayerischen Feldkirchen ansässigen Abbruchtrupps von Willberger ist das Vorgehen tägliche Routine. Sie zerlegen jedes Jahr mehr als 600 Tankanlagen – davon etwa die Hälfte aus Stahl. Und ein Ende dieses Geschäfts ist für den studierten Betriebswirt und Geschäftsführer Christian Willberger nicht in Sicht: „Der Tankrückbau macht etwa 50 Prozent unseres Umsatzes aus, und das läuft meines Erachtens auch die nächsten 20 bis 30 Jahre solide weiter. Ebenso wichtig ist der Aufbau von Tankanlagen sowie von Wärme- und Kältespeichern – primär für Privatleute. Zudem installieren wir verstärkt Öl- und Fettabscheideranlagen für die Industrie.“
Geprüfter Betrieb
Basis für alle Geschäftsbereiche ist der über die vergangenen gut 30 Jahre erarbeitete gute Ruf des nach WHG (Wasserhaushaltsgesetz) geprüften Fachbetriebs. „Das soll auch so bleiben, und deshalb betrachten wir jede einzelne Baustelle als Werbung in eigener Sache“, erklärt Willberger. Gute Umgangsformen der Mitarbeiter sind für ihn daher ebenso bedeutend wie diverse Fachschulungen wie WHG-Schulungen, Tankmontage-Zertifikate und sogenannte ADR-Scheine, bei denen insbesondere den Leitern der Bautrupps der richtige Umgang mit Gefahrgut vermittelt wird. Außerdem sind für ihn hochwertige Werkzeuge eine entscheidende Grundlage.
Erfahrung hat Christian Willberger in diesem Geschäft schon von Kindesbeinen an – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn bereits im zarten Alter von drei Jahren bekam er von seinem Vater Albert – der 1994 die Firma gründete – seinen ersten „Blaumann“. Während Schule und Wirtschaftsstudium jobbte er im Familienbetrieb und stieg 2019 schließlich fest ein. Heute führt er gemeinsam mit seinem Vater die Geschäfte, legt aber trotzdem meist bei einem der drei bis vier Abbruchtrupps selbst vor Ort Hand an.
Den allergrößten Anteil für den Demontagesektor von Willberger stellen Abbruchaufträge von Öl- und Dieseltanks dar. So auch hier: Es gilt, einen 22.000 Liter fassenden Öltank zu demontieren. Sämtliche Vorbereitungen sind erledigt, sodass nun die zentrale Aufgabe ansteht – das Zerkleinern des Tanks. Hierfür schneiden die Arbeiter die Ecken mit Säbelsägen auf, durchtrennen diverse Schweißnähte und Streben und bringen dann ihre wichtigsten Werkzeuge zum Einsatz, die TruTool Nibbler N 700.
Handschuhe an, Gehörschutz auf, und schon sind zwei bis drei Nibbler parallel an verschiedenen Stellen im Einsatz. Auch der Chef selbst hantiert gekonnt mit einem N 700 und erklärt, dass ihm das mehr Spaß macht als Büroarbeit: „Es ist einfach klasse, wenn sich der Nibbler fast von selbst durch das bis zu sieben Millimeter dicke Blech arbeitet – ohne großen Kraftaufwand. Am Ende des Tages sehen wir dann unmittelbar das Ergebnis unserer Arbeit. Die Kunden sind zufrieden und wir damit auch.“ Insgesamt 20 Nibbler hat Willberger im Einsatz – davon vierzehn N 700, fünf N 500 und einen N 1000. Letzterer kommt dann zum Einsatz, wenn besonders große Tanks mit Epoxidharz beschichtet sind. Ansonsten sind die N 700er klarer Favorit.
Nibbler sind produktiv
Die Vorteile dieser Nibbler sind laut Christian Willberger vielfältig. Drei hebt er besonders hervor: hohe Produktivität, Arbeitssicherheit sowie Geruchs- bzw. Emissionsfreiheit. Der Reihe nach. Mit 7,7 kg und ergonomischem Griff ist der N 700 einfach zu handhaben und hat ein optimales Verhältnis von Gewicht zu Kraft. Als hilfreich hebt der Abbruchexperte zudem die einhändige Verstellmöglichkeit in alle vier Schneidrichtungen hervor sowie die hohe Arbeitsgeschwindigkeit. Laut Herstellerangaben erreicht der N 700 bis zu 1,3 Meter pro Minute. Werte, die von den Arbeitern zwar nicht überprüft werden. Sie sind sich aber sicher, damit mindestens vier bis fünfmal so schnell unterwegs zu sein wie mit Säbelsägen.
„Winkelschleifer und Schneidbrenner sind meines Erachtens auch deutlich langsamer als unsere Nibbler. Aber das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, denn diese Werkzeuge setzen wir überhaupt nicht ein“, erläutert der Geschäftsführer und nennt als Grund mangelnde Arbeitssicherheit sowie eine unangenehme Rauch- und Geruchsentwicklung. Dieser Gestank würde insbesondere bei Privathäusern direkt in Wohnräume ziehen.
Nibbel-Technik
Die technische Basis des aktuellen TruTool N 700 bildet ein leistungsstarker 1700 Watt-Antrieb mit hoher Durchzugskraft und ein extrem stabiler Werkzeugkopf. Allesamt hochwertig konstruiert, betont Willberger: „Wir haben tatsächlich noch Nibbler von 1995 im Bestand. Die sind natürlich nicht mehr so leistungsfähig wie die neuen, aber sie funktionieren als Backup noch einwandfrei. Mehr muss ich zur Qualität dieser Werkzeuge wohl nicht sagen.“
Auch die primären Verschleißteile – der Vierkantstempel und die Matrize – sind lange haltbar. „Die Stempel können wir mehrfach nachschleifen, sodass wir fünf bis zehn Tankanlagen demontieren können, bevor wir Stempel und Matrize erneuern müssen“, ergänzt der Abbruchunternehmer. Andere Reparaturen sind selten. Am häufigsten kommen Kabelschäden vor, die das Team selbst repariert. Macht mal ein Motor Probleme, geht er zu seinem Händler vor Ort – dem TruTool Partner Maschinen Stockert in Hohenbrunn.
Dieser prüft den vorliegenden Schaden und repariert ihn oder schickt die Maschine zum TRUMPF Service nach Ditzingen ein. „Egal wie – das funktioniert immer sehr reibungslos und schnell“, freut sich Willberger. Zusätzlich hebt er hervor, dass TRUMPF immer an Verbesserungsvorschlägen interessiert ist und auch darauf reagiert. Denn ein – wenn auch seltener – Grund für Motorschäden war das Eindringen von Spänen durch das Lüftungsgitter in den Motor. „Ich erzählte das vor Jahren dem deutschen Vertriebsleiter von Trumpf Elektrowerkzeuge, Philipp Herwerth. Bei unseren zuletzt gekauften N 700-Modellen sind die Lüftungsgitter jetzt engmaschiger. Das Problem ist damit behoben.“
Info
Tankbau Willberger, Feldkirchen, wurde im Jahr 1994 von Albert Willberger gegründet. Heute führt er die Geschäfte gemeinsam mit seinem Sohn Christian Willberger. Mit rund 20 Mitarbeitern erwirtschaftet das WHG-zertifizierte Unternehmen etwa zwei Mio. Euro im Jahr. Es übernimmt die Demontage und den Aufbau verschiedenster Tankanlagen und installiert darüber hinaus als Partner der Haase Tank GmbH diverse Wärme- und Kältespeicher sowie Öl- und Fettabscheideranlagen.




