10.04.26 – Jahresbilanz 2025 und Ausblick
Blechverarbeiter BSH lebt vom Kochen
Die BSH Hausgeräte GmbH, einer der größten Blechverarbeiter Deutschlands, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,0 Mrd. Euro.
Der prominente Hausgerätehersteller und Nummer eins in Europa verzeichnete in Nordamerika, Europa sowie den Emerging Markets jeweils ein Umsatzwachstum im Vergleich zu 2024. CEO Dr. Matthias Metz betont die Bedeutung dieser Erfolge: „Wir haben uns in schwierigem Fahrwasser wacker geschlagen. Es war ein Jahr mit viel Gegenwind, in dem sich jedoch gezeigt hat, dass unser Zukunftsfahrplan wirkt.“ Auch das Geschäftsjahr 2025 war erneut von zahlreichen Herausforderungen geprägt, darunter unverändert schwache Immobilienmärkte sowie zahlreiche geopolitische Spannungen und Kriege. Gleichzeitig zeigten die Erfolge in den Wachstumsmärkten, dass der Zukunftsfahrplan der BSH aufgehe, so Metz. Mit seinem starken Markenportfolio, klaren strategischen Entscheidungen, fokussierten Investitionen und einem auf die Bedürfnisse der Märkte zugeschnittenen Produktportfolio gelang es dem Hausgerätehersteller, seine Position in wichtigen Regionen zu stärken und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.
Umsatzplus
Man gewann erneut Marktanteile hinzu. Hauptverantwortlich dafür war das Wachstum bei den Luxusmarken Gaggenau und Thermador sowie im Bereich der Einbaukühlschränke und Gaskochfelder. Gleichzeitig stärkte die BSH die Marke Bosch sowie ihre Präsenz und Wettbewerbsfähigkeit in der Region gezielt weiter.
Die Region Europa verzeichnete trotz Preisdruck ein Umsatzplus von +1,2 %. So gelang es der BSH, auch unter herausfordernden Umständen im Markt eine Trendwende zu den Vorjahren zu erzielen. Insbesondere ein Umsatzplus von +4 % im Einbaubereich und positive Entwicklungen in lokalen Märkten, unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden oder Italien, unterstreichen den Anspruch der BSH, als führender Hausgerätehersteller in Europa Märkte aktiv zu gestalten.
Produktfamilien
Viele Produktfamilien der BSH befänden sich trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf Wachstumskurs hieß es aus der Unternehmenszentrale. So gelang der BSH im Bereich Kochen eine Trendumkehr: Bei Öfen wurde ein Umsatzplus von +2,0 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt, bei Kochfeldern und Dunstabzugshauben ein Plus von +2,6 % – mit einem deutlichen Trend hin zu Kochfeldern mit integriertem Dunstabzug. Auch die Produktbereiche Geschirrspülen (+2,1 %) sowie Consumer Products (+0,1 %) konnten Wachstum verzeichnen. Der Kundendienst der BSH, ein maßgeblicher Faktor für die Sicherstellung der Produktlanglebigkeit und die Zufriedenheit von Konsumenten und Handelspartnern, ist mit einem leichten Umsatzanstieg von +0,3 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls weiter auf Wachstumskurs. Rückläufig war der Umsatz in den Bereichen Kühlen (-4,0 %) sowie Wäschepflege (-1,0 %). Ursächlich hierfür war vor allem das umkämpfte Marktumfeld, das sich besonders in der Region Greater China mit einer negativen Umsatzentwicklung in beiden Produktfamilien niederschlug.
Zukunftsfahrplan
Fokussierte Investitionen in Forschung und Entwicklung hätten für eine noch stärkere Konsumentenorientierung und eine schnellere Marktreife von Produkten und Innovationen gesorgt. Aus diesem Grund wurden die Investitionen in Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 mit Aufwendungen von 847 Millionen Euro und einem Anteil von 5,6 % am Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht. „Im Markt überzeugende Innovationen, vorangetrieben durch Investitionen sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung, sind einer der Wachstumstreiber der BSH“, so CFO Dr. Thorsten Lücke. Darüber hinaus blieb die BSH mit zukunftsgerichteten Investitionen in Höhe von 463 Millionen Euro und damit 3,1 % des Umsatzes weiter auf einem hohen Niveau und stützte damit ihre Wachstumsstrategie in den Märkten. Investiert wurde beispielsweise in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Erfüllung steigender Sicherheitsanforderungen an die IT-Infrastruktur sowie in Kundenservice, Marktpräsenz und Vertrieb.
Ausblick
Die Märkte werden auch im laufenden Geschäftsjahr volatil bleiben, heißt es aus Oberbayern. Die BSH ist währenddessen von der Richtigkeit und Notwendigkeit der verfolgten Strategie überzeugt. „Eine wirkliche Erholung der Märkte ist nicht absehbar. Auch für 2026 rechnen wir unverändert nicht mit Rückenwind. Aber wir haben das Fundament, um uns auch in schwierigen Märkten zu beweisen“, fasst Dr. Matthias Metz zusammen. „Unser Leitmotiv: Widerstandskraft beweisen und in Zukunft investieren. Genau das haben wir 2025 getan. Genau das setzen wir 2026 konsequent und kraftvoll fort. Unser Anspruch ist Märkte gestalten – mit klaren Entscheidungen, und konsequenter Umsetzung des Zukunftsfahrplans.“




