27.07.26 – Kasto
Neue Sägemaschinensteuerung: Das Tool für echte Werkstatttypen
Kasto stellt eine neue Steuerung für Sägemaschinen vor. Sie verbindet das neue Bedienkonzept mit praxisnahen Funktionen. Geeignet für Quereinsteiger.
„Uns war wichtig, von Anfang an die Mitarbeiter aktiv einzubeziehen, die täglich beim Kunden im Einsatz sind“, sagt Sönke Krebber, Mitglied der Geschäftsleitung, Forschung & Entwicklung. „Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Experten aus den Bereichen Service und Inbetriebnahme ist eine Steuerung entstanden, die sich konsequent an der Praxis orientiert und den Bedienern im Alltag viele Arbeitsschritte erleichtert.“ Die neue Steuerung kommt zunächst in der Kastowin-Baureihe zum Einsatz und wird anschließend auf weitere Sägen ausgeweitet. Eine optimierte Softwarearchitektur sorgt dabei für deutlich verkürzte Ladezeiten, schnelle Reaktionen auf Eingaben und eine höhere Maschinenverfügbarkeit.
Übersichtliches Dashboard
Herzstück der neuen Steuerung ist ein klar strukturiertes Dashboard, das wichtige Kennzahlen wie Lauf- und Standzeiten, aktuelle Aufträge oder Maschinenzustände grafisch darstellt. Bediener erkennen auf einen Blick, was gerade läuft, können Aufträge flexibel umsortieren und auch während eines laufenden Schnitts komfortabel zwischen verschiedenen Ansichten wechseln. Parallel nutzbare Funktionsfenster und eine kontextbezogene Hilfe reduzieren die notwendigen Klicks und beschleunigen die Bedienung spürbar.
Zentrales Element der neuen Steuerung ist der Simple Mode. Er reduziert die Anzeige auf das Wesentliche und führt auch ungelernte Anwender sicher durch den Sägeprozess. Unterschiedliche Nutzerrollen stellen sicher, dass Bediener, Meister oder Instandhalter jeweils nur die Informationen erhalten, die für ihre Aufgabe relevant sind. Individuelle Einstellungen, wie Sprache, Maßeinheiten oder bevorzugte Auswertungen, lassen sich personalisieren und erleichtern die Einarbeitung deutlich.
Materialbibliothek
Mit der Materialbibliothek stehen vorausgefüllte Werkstoffdaten zur Verfügung. Darüber hinaus kann jederzeit auf einmal angelegte Werkstoffdaten wieder zugegriffen werden. Dadurch verkürzen sich die Eingabezeiten bei Folgeaufträgen. Mithilfe eines Schnittplans lassen sich mehrere Sägeaufträge schnell, übersichtlich und intuitiv anlegen – selbst dann, wenn sie unterschiedliche Abschnittlängen oder komplexe Anforderungen aufweisen. Der Schnittplan wird dabei eindeutig einem spezifischen Artikel zugeordnet, wodurch eine klare Strukturierung und Rückverfolgbarkeit innerhalb des gesamten Produktionsprozesses gewährleistet ist. Für jeden einzelnen Sägeauftrag können zudem individuelle Prozessparameter definiert werden. Diese flexible Parametrisierung ermöglicht eine präzise Anpassung an die jeweiligen Anforderungen und sorgt gleichzeitig für maximale Effizienz.
In Kombination mit dem Softwaremodul „Optisaw light“ entfaltet der Schnittplan sein volles Potenzial. Die Lösung sorgt dafür, dass alle zu sägenden Aufträge automatisch und mit hoher Präzision den verfügbaren Stangen zugeordnet werden. Dabei berücksichtigt das System nicht nur die gewünschten Abschnittlängen, sondern optimiert zugleich die Reihenfolge und Platzierung der Schnitte.
Reale Arbeitswelt
Bereits vor dem Marktstart wurde die neue Steuerung bei Günther + Schramm am Standort Königsbronn intensiv im Alltag getestet, wo sie eine bestehende Säge vollständig ersetzte. Der süddeutsche Systemdienstleister betreibt über 100 Sägen und fertigt mehr als zehn Millionen Sägeabschnitte pro Jahr. „Wir wollen die neue Steuerung nicht mehr missen“, sagt Angelo Faraci, einer der Schichtleiter und Bediener der Maschine mit neuer Steuerungsgeneration. „Wenn ich drei bis vier Maschinen gleichzeitig bediene, muss ich mich auf die Sägen verlassen können. Jede Schicht ist genau getaktet – wir müssen schnell, sicher und mit wenigen Klicks alle Aufträge abarbeiten können.“




